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Eine machbare Gruppe für die Schweiz

Die Schweiz profitiert für die WM-Qualifikation 2018 von einem günstigen Los. Portugal, Ungarn, Färöer, Lettland und Andorra heissen die Gegner.

Losglück bei der Auslosung der WM-Qualifikation zur WM 2018 in Russland: Oliver Bierhoff zieht die Schweiz in der Gruppe B. (25. Juli 2015)
Losglück bei der Auslosung der WM-Qualifikation zur WM 2018 in Russland: Oliver Bierhoff zieht die Schweiz in der Gruppe B. (25. Juli 2015)
Kirill Kudryavtsev, AFP

Portugal, Ungarn, Färöer, Lettland und Andorra heissen die Gegner der Schweizer Fussballer in der WM-Qualifikation für die Endrunde 2018 in Russland. Ausgelost wurde in St. Petersburg, der Heimatstadt von Kreml-Chef Wladimir Putin, für Europa neun Gruppen: sieben mit sechs Teams, zwei mit fünf Teams. Für die WM qualifizieren sich die Gruppensieger und jene vier Teams, die sich in den Barrage-Duellen der acht besten Gruppenzweiten durchsetzen. Mit Gastgeber Russland wird Europa am Turnier in drei Jahren somit 14 Mannschaften stellen.

Petkovics Einschätzung

Das Los meinte es gut mit der Schweiz. Absolute Schwergewichte wie der Titelhalter Deutschland, die Aufsteiger-Nation Belgien oder Holland, das zuletzt auf WM-Niveau zweimal unter den Top 4 klassiert war, blieben Vladimir Petkovics Auswahl erspart. Portugal, die in der Weltrangliste an siebter Stelle klassierte Auswahl um Reals Superstar Cristiano Ronaldo, ist der prominente Kopf der Gruppe B. Die übrigen Kontrahenten sind schlagbar.

In einer ersten Reaktion sprach Petkovic von einer «machbaren» Gruppe. Sie würden versuchen, Platz 1 anzupeilen und sich direkt für die Endrunde zu qualifizieren. «Natürlich ist Portugal der Favorit in der Gruppe, aber wir müssen uns vor niemandem verstecken.» Auch die übrigen Widersacher nimmt der Schweizer Nationalcoach ernst: «Wir dürften niemanden unterschätzen.» Sie hätten zuletzt in Litauen erlebt, «dass es keine leichten Gegner gibt».

Deutscher Trainer bei Ungarn

Portugal zählt zwar nur schon wegen der Präsenz von Cristiano Ronaldo nach wie vor zur erweiterten Weltspitze, an der WM in Brasilien hingegen enttäuschte das Ensemble mit diversen Stars aus europäischen Top-Ligen mit dem frühzeitigen Out in der Vorrunde.

Ungarns Blütezeit liegt bereits mehrere Dekaden zurück. Seit der WM 1986 ist sind die Osteuropäer nahezu von der internationalen Bildfläche verschwunden – in der WM-Qualifikation scheiterte Ungarn seither ausnahmslos. Die letzten zehn EM-Turniere verpasste die einst stolze Fussball-Nation ebenfalls. Erst vor wenigen Tagen übernahm der Deutsche Bernd Storck, einst bei Wolfsburg und Dortmund als Assistent engagiert, das Amt des Nationaltrainers.

Zumindest in der aktuellen EM-Ausscheidung ist eine gewisse Aufwärtstendenz zu erkennen; seit dem letzten Oktober hat die Equipe nicht mehr verloren und kein Gegentor mehr hinnehmen müssen. Im Club-Ranking allerdings sind die ungarischen Teams auf Position 32 abgestürzt.

Das Remis der Schweiz in Riga

Ungefähr ähnlich wie Ungarn sind die Letten einzuschätzen. In Ausnahmefällen sind sie in der Lage, einen Kontrahenten aus dem oberen Tableau zu fordern. Auf dem Weg an die Endrunde in Südafrika erreichten sie vor eigenem Anhang gegen die Schweiz ein 2:2 – die beiden übrigen Vergleiche mit der SFV-Auswahl verloren die Balten.

Gegen die Färöer haben die Schweizer in bislang zwei WM-Kampagnen eine makellose Bilanz vorzuweisen: vier Spiele, vier Siege. Zu unterschätzen ist der Zwerg aus dem Nordatlantik indes nicht. Griechenland hat gegen die Insulaner in der EM-Ausscheidung zwei blamable Niederlagen erlitten. Siege gegen Andorra hingegen sind nichts anderes als Pflicht. Die Nummer 202 des Fifa-Rankings ist noch schwächer als San Marino einzustufen.

Titelverteidiger Deutschland steht ebenfalls vor lösbaren Aufgaben. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw trifft auf Tschechien, Nordirland, Norwegen, Aserbeidschan und San Marino. Die genaue Ansetzung der Partien zwischen September 2016 und Oktober 2017 sollen am Sonntagnachmittag bekanntgegeben werden.

Die Übersicht in der WM-Qualifikation (Europa/in Klammer jeweils Weltranglisten-Klassierung).

Gruppe A: Holland (5), Frankreich (22), Schweden (33), Bulgarien (68), Weissrussland (100), Luxemburg (146).

Gruppe B:Portugal (7), SCHWEIZ (18), Ungarn (31), Färöer (74), Lettland (87), Andorra (202).

Gruppe C:Deutschland (2), Tschechien (20), Nordirland (37), Norwegen (67), Aserbeidschan (108), San Marino (192).

Gruppe D: Wales (10), Österreich (15), Serbien (43), Irland (52), Moldawien (124), Georgien (153).

Gruppe E:Rumänien (8), Dänemark (24), Polen (30), Montenegro (81), Armenien (89), Kasachstan (142).

Gruppe F:England (9), Slowakei (15), Schottland (29), Slowenien (49), Litauen (110), Malta (158).

Gruppe G:Spanien (12), Italien (17), Albanien (36), Israel (51), Mazedonien (105), Liechtenstein (147).

Gruppe H: Belgien (3), Bosnien-Herzegowina (26), Griechenland (44), Estland (82), Zypern (85).

Gruppe I: Kroatien (14), Island (23), Ukraine (27), Türkei (48), Finnland (90).

si/ofi/fal

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