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«Der Moment im Spital war sehr schwierig»

Vier Monate nach seiner schockierenden Diagnose gibt Ricky van Wolfswinkel ein erstes Interview. Bis der FCB-Profi wieder spielen kann, vergehen noch mindestens drei Monate.

Sein bislang letztes Spiel für den FCB: Ricky van Wolfswinkel (l.) in der Partie gegen LASK Linz im August.
Sein bislang letztes Spiel für den FCB: Ricky van Wolfswinkel (l.) in der Partie gegen LASK Linz im August.
Georgios Kefalas, Keystone
Noch in der Qualifikationsrunde zur Champions League im selben Monat gegen Eindhoven hatte Van Wolfswinkel sein letztes Tor für die Basler erzielt.
Noch in der Qualifikationsrunde zur Champions League im selben Monat gegen Eindhoven hatte Van Wolfswinkel sein letztes Tor für die Basler erzielt.
Georgios Kefalas, Keystone
Im Juni 2017 stiess der Holländer zum damaligen Meister.
Im Juni 2017 stiess der Holländer zum damaligen Meister.
Georgios Kefalas, Keystone
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Es war der Unfall, der ihm womöglich das Leben gerettet hat. Anfang August bekommt FCB-Stürmer Ricky van Wolfswinkel im Spiel gegen Linz einen Schlag auf den Kopf. Mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung muss sich der Holländer im Spital diversen Untersuchungen unterziehen. Sein Glück, denn dabei entdecken die Ärzte ein Aneurysma. Das ist eine Arterienerweiterung im Gehirn, bei Van Wolfswinkel war sie schon auf die Grösse eines ganz kleinen Ballons angewachsen. Platzt dieser, wird es lebensbedrohlich.

«Der Moment im Spital war sehr schwierig, weil mir direkt bewusst war, dass ich lange nicht werde spielen können», sagt Ricky van Wolfswinkel im Dezember 2019, vier Monate später. Gegenüber FCB-TV, dem Clubsender der Basler, gibt er sein erstes und vorab einziges Interview nach der Diagnose und der folgenden Operation. Darin kann er vermelden: Der Eingriff ist erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen. Vergangene Woche konnte Van Wolfswinkel sogar mit dem Team auf den Platz, obwohl dort für ihn selbstredend noch nicht alles erlaubt ist.

«Ich mache Cardio- und Kraftraining. Auch Freistösse oder Passübungen liegen schon drin. Ich verbessere jetzt meine Freistösse und meinen linken Fuss. Nur Kopfball geht natürlich nicht», erzählt der zweifache Familienvater, dessen Frau Schweizerin ist.

Es sind für den 30-Jährigen kleine Schritte auf dem nach wie vor langen Weg zurück. «Ich brauche Zeit für meine Genesung. Mindestens drei Monate, vielleicht auch länger.» Ende Februar soll er mit den Ärzten einen Zeithorizont erarbeitet haben, wie lange er beim Sportmachen noch auf Kontakt verzichten muss.

Beim ersten Spiel konnte er kaum zusehen

Im Stadion musste er sich an Spieltagen erst einmal an die Aussensicht gewöhnen. «Beim ersten Spiel im Joggeli auf der Tribüne habe ich meiner Frau nach 30 Minuten gesagt, dass ich nach Hause will. Es war nicht möglich, dazusitzen und nicht helfen zu können.»

Van Wolfswinkels Vertrag beim FCB läuft bis Sommer 2020. Ob es für ihn in Basel weitergeht, steht noch aus. Die Genesung hat Priorität.

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