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«Dann darf man mich also lynchen?»

TV-Reporterlegende Marcel Reif wurde innert drei Tagen gleich zweimal Opfer von Fussballchaoten. Was der 65-jährige Schweizer zur Hetzjagd in Deutschland und über Jürgen Klopp sagt.

Marcel Reif ist seit Jahren einer der renommiertesten und anerkanntesten TV-Sportreporter Deutschlands. 1998 wurde er mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2002 bekam er den Deutschen Fernsehpreis und 2003 den Adolf-Grimme-Preis für seine Berichterstattung von der Fussball-Weltmeisterschaft 2002 für den Fernsehsender Premiere. Nun ist ihm als Sky-Reporter die Freude an seinem Beruf jedoch gründlich vergangen. Reif wurde innert drei Tagen zweimal Opfer von Fussballchaoten. Aber deshalb will er sich nicht unterkriegen lassen.

Vor dem Bundesliga-Revierderby am vergangenen Samstag zwischen Dortmund und Schalke wurde Reif bei der Anfahrt zum Stadion im Auto von Fussball-Rowdys angegriffen. Mit dabei war auch seine Frau, die Münchner Medizinprofessorin Marion Kiechle. Als die Chaoten die Reifs attackierten, am Auto rissen und es durchschüttelten, musste die Polizei in extremis eingreifen, um Schlimmeres zu verhüten.

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