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Chelsea holt Pokal dank Last-Minute-Goal

Chelsea entschied den Final der Europa League in Amsterdam gegen Benfica Lissabon mit 2:1 für sich. Branislav Ivanovic schoss die Londoner in der 93. Minute mit seinem Kopftor ins Glück.

Aufschnaufen bei Chelsea: Nach einer durchzogenen Leistung holen Captain Frank Lampard und seine Kollegen doch noch den Pokal der Europa League in Amsterdam. Benfica Lissabon ist über weite Phasen das bessere Team.
Aufschnaufen bei Chelsea: Nach einer durchzogenen Leistung holen Captain Frank Lampard und seine Kollegen doch noch den Pokal der Europa League in Amsterdam. Benfica Lissabon ist über weite Phasen das bessere Team.
Keystone
Benfica hätte durch den gefährlichen Oscar Cardozo in der 51. Minute in Führung gehen können. Aber der Treffer wird wegen angeblichen Offsides aberkannt. Eine heikle Entscheidung.
Benfica hätte durch den gefährlichen Oscar Cardozo in der 51. Minute in Führung gehen können. Aber der Treffer wird wegen angeblichen Offsides aberkannt. Eine heikle Entscheidung.
Keystone
Für den scheidenden Trainer Rafael Benitez ist es jetzt ein versöhnlicher Abgang. Der Coach ist bei den Fans der Blues nicht beliebt. Er wird ziemlich sicher durch José Mourinho ersetzt.
Für den scheidenden Trainer Rafael Benitez ist es jetzt ein versöhnlicher Abgang. Der Coach ist bei den Fans der Blues nicht beliebt. Er wird ziemlich sicher durch José Mourinho ersetzt.
Keystone
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Es war ganz, ganz bitter für die Portugiesen: Sie verloren in den letzten vier Tagen gleich zwei Möglichkeiten zu einem Titelgewinn. Am Samstag in der Nachspielzeit beim 1:2 gegen Porto wurde praktisch mit der ersten Saisonniederlage die Meisterschaft vergeigt, nun vergab das Team von Jorge Jesus ebenfalls in der Nachspielzeit die Chance auf den ersten europäischen Titel seit 1962.

Für Chelsea, das sich im Halbfinal gegen Basel durchgesetzt hat, ist damit die Saison doch noch akzeptabel zu Ende gegangen. Der scheidende Trainer Rafael Benitez hat seinen Auftrag erfüllt: Mindestens ein Titel und die direkte Qualifikation für die Champions League. Und die dürfte der Dritte der Premier League am Sonntag gegen Everton kaum mehr verspielen.

Ohne Hazard und Terry

Einen Dämpfer gabs für Chelsea schon vor dem Spiel: Nicht nur die Ideen des belgischen Ballkünstlers Eden Hazard (Oberschenkelverletzung) fehlte den Engländern, sondern auch der verletzte John Terry. Bitter für den Verteidiger, der im Final 2008 im entscheidenden Penaltyschiessen gegen Manchester United nur den Pfosten traf und vor einem Jahr in München beim Sieg gegen die Bayern gesperrt zuschauen musste.

In Amsterdam war es zuerst Benfica Lissabon, welches dem Spiel den Stempel aufdrückte. Doch im Abschluss waren die Portugiesen, die nur mit einem echten Einheimischen (Almeida) in der Startformation antraten, zu wenig konsequent. Ihr Torhüter Artur musste erstmals nach über 20 Minuten bei einem Freistoss von Mata eingreifen. Die grösste Chance in der ersten Hälfte besass dennoch Chelsea: In der 38. Minute konnte Artur nur mit viel Glück einen Flatterball von Frank Lampard zum Eckball ablenken.

Heikler Offside-Entscheid

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war Benfica das aktivere Team und jubelte nach 51 Minuten über die 1:0-Führung. Doch Schiedsrichter Björn Kuipers annullierte den Treffer wegen eines sehr knappen Offsides. In der 59. Minute jubelte dafür Chelsea: Fernando Torres enteilte von der Mittellinie der gesamten Abwehr, umdribbelte auch noch den Torhüter von Benfica und schob zur Führung ein – ein Klassegoal.

Diese hielt allerdings nur knapp zehn Minuten: Da leistete sich Azpilicueta ein dummes Hands im Strafraum, Ref Kuipers pfiff sofort Handspenalty. Benficas 1,93-m-Riese Cardozo verwandelte souverän zum 1:1. Den Siegtreffer in der regulären Spielzeit verpasste zuerst Frank Lampard mit einem Lattenknaller in der 88. Minute. Doch dann kam die 93. Minute mit dem letzten Eckball von Juan Mata: Branislav Ivanovic stand goldrichtig und köpfelte zum 2:1-Siegtor ein.

Benfica Lissabon - Chelsea 1:2 (0:0) ArenA, Amsterdam. - 48'000 Zuschauer. - SR Kuipers (Ho). - Tore: 60. Torres 0:1. 68. Cardozo (Handspenalty) 1:1. 93. Ivanovic 1:2. Benfica Lissabon: Artur; André Almeida, Luisão, Garay (78. Jardel), Melgarejo (66. John); Perez, Matic, Rodrigo (66. Lima); Gaitan, Oscar Cardozo, Salvio. Chelsea: Cech; Azpilicueta, Ivanovic, Cahill, Ashley Cole; Lampard, David Luiz; Ramires, Juan Mata, Oscar; Torres. Bemerkungen: Benfica Lissabon ohne Maxi Pereira (gesperrt), Chelsea ohne Terry und Hazard (beide verletzt) sowie Demba Ba (nicht spielberechtigt). 51. Tor von Cardozo wegen Offside annulliert. 88. Lattenschuss von Lampard. Verwarnungen: 14. Oscar (Foul). 45. Garay (Foul). 61. Luisão (Foul).

si/fal

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