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Brasilien schlägt Bosnien-Herzegowina mit 2:1

Grenzenlose Enttäuschung für die tausenden bosnischen Fans in der AFG-Arena in St. Gallen. Ihre Nationalmannschaft unterlag den Brasilianern mit 1:2. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit.

Als Spielmacher eher blass: Ronaldinho im Zweikampf mit Haris Medunjanin. (28. Februar 2012)
Als Spielmacher eher blass: Ronaldinho im Zweikampf mit Haris Medunjanin. (28. Februar 2012)
Keystone
Feiern das 1:0: Ronaldinho und seine Teamkameraden. (28. Februar 2012)
Feiern das 1:0: Ronaldinho und seine Teamkameraden. (28. Februar 2012)
Keystone
Leandro Damiao setzt sich gegen Sasa Papac durch. (28. Februar 2012)
Leandro Damiao setzt sich gegen Sasa Papac durch. (28. Februar 2012)
Keystone
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Das attraktive Test-Länderspiel zwischen Brasilien und Bosnien-Herzegowina in der ausverkauften AFG-Arena in St. Gallen endete für die «Drachen» unglücklich. Ein Eigentor von Papac in der Nachspielzeit brachte der Seleçao den 2:1-Sieg.

Die Enttäuschung der über 10'000 bosnischen Anhänger, die St. Gallen den ganzen Tag in gelb-blau eingetaucht hatten, war grenzenlos. Ihre Lieblinge kämpften, setzten Brasiliens Ballkünstler zu, wurden aber nicht belohnt. Als der eingewechselte Hulk vom FC Porto in der 91. Minute fast von der Grundlinie scharf und flach flankte, lenkte Sasa Papac von den Glasgow Rangers die Hereingabe zum Entsetzen seiner Teamkollegen und der riesigen Fan-Schar ins eigene Tor ab.

Blasser Ronaldinho

Herrlich herausgespielt war das Führungstor Brasiliens. Real Madris Aussenverteidiger Marcelo schloss ein Zuspiel des überragenden Dani Alves nach nur 196 Sekunden via Pfosten gekonnt ab. Die Begeisterung auf den Rängen erreichte Orkanmasse, als Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart nach 13 Minuten nach einem schlimmen Patzer von David Luiz ausglich. Auch Torhüter Julio Cesar von Inter sah unglücklich aus.

Attraktiv, stimmungsvoll und teils hochklassig: Von einem Schaulaufen zweier hochkarätiger Widersacher in einem Test-Länderspiel keine Spur. Die 17'500 Zuschauer kamen mit schwungvollem Offensivfussball und hartnäckig geführten Zweikämpfen voll auf ihre Rechnung. Da die kreativen Brasilianer mit einigen gepflegten Ballzirkulationen und Ronaldinho als eher blassem Spielmacher, hier die athletischen und dynamischen Konterfussballer aus Bosnien-Herzogowina, die sich gegen die Ballkünstler des fünffachen Weltmeisters gar nicht versteckten. Die taktisch im 4-4-2-System klug und diszipliniert stehenden Ost-Europäaer stellten die vor allem im Abwehrzentrum nicht überzeugenden Südamerikaner vor einige Probleme.

Erhöhter Druck zum Schluss

Als die Seleçao aber gegen Schluss die Gangart nochmals erhöhte, der zum besten Brasilianer gekürte Jungstar Neymar den Turbo einschaltete und seine Teamkollegen mitriss, wurden die wackeren Bosnier noch um die Früchte ihrer Anstrengungen gebracht. Ein Remis hätte dem Spielgeschehen eher entsprochen, wenn auch die grössere spielerische Klasse, die feinere Technik und die Leichtigkeit mit dem Ball von Seiten der Südamerikaner ausging, die im Sommer Olympiagold in London anstreben und sich mit jungen, viel versprechenden Kräften für die WM 2014 im eigenen Land einspielen.

si/kpn

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