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Ausbeute verbessern

Gegen Zürich hat der FC Thun Nachholbedarf. Anders als im Hinspiel im Juli (1:2) wollen die Oberländer morgen nach der Partie nicht wieder mit leeren Händen dastehen.

Wieder fit: Sorgic (rechts).
Wieder fit: Sorgic (rechts).
Keystone

«In Zürich sind wir für unsere gute Leistung vor allem in der ersten Halbzeit schlecht belohnt worden», sagt Marc Schneider rückblickend auf die Partie von Ende Juli. «Jetzt wollen wir die fehlenden Punkte von damals am Sonntag nachholen», hält Thuns Trainer fest und fügt an, «wir rechnen uns gute Chancen aus.»

Der Coach ist überzeugt, dass die zweiwöchige Pause gut genutzt worden ist. «Wir haben den Spielern ein freies Wochenende gegönnt, aber auch intensiv im physischen Bereich gearbeitet.» Selber hat Schneider ein weiteres Modul auf dem Weg zur Uefa-Pro-Lizenz absolviert. Die Spieler Dennis Hediger, Stefan Glarner und Matteo Tosetti besuchten ebenfalls Trainerkurse (C+).

Zuversicht schöpft Schneider aber vor allem aus der letzten Partie vor der Länderspielpause. Da waren die Thuner beim 2:0 gegen Luzern erst zum zweiten Mal in der Liga – nach dem 4:0 bei YB – ohne Gegentor geblieben. «Wir haben das Augenmerk verstärkt auf die Defensive gerichtet», sagt Schneider. «Auf diesem Weg wollen wir jetzt weiter­gehen.» Gleichzeitig betont der Coach, dass an seiner Spielphilosophie nicht gerüttelt werde: «Wir wollen weiterhin offensiv attraktiv auftreten.»

Sorgic wieder fit

Diesbezüglich kann Schneider wieder auf Dejan Sorgic zählen. Der Stürmer hat sich von seinen Adduktorenproblemen erholt. «Ich bin beschwerdefrei», meldet sich der Stürmer fit. Der 28-jährige Zuger war letzte Saison der Überflieger, erzielte 15 Tore, obwohl er von Kriens aus der Promotion League gekommen war. Bisher ist dem Mittelstürmer die Bestätigung noch nicht gelungen. «Ich habe mir natürlich auch mehr erhofft als ein Tor und einen Assist», sagt Sorgic.

Doch Sorgen macht er sich deswegen nicht. «Ich war mir bewusst, dass es nicht immer so laufen würde wie vergangene Saison. Aber gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass ich damals erst im Oktober getroffen habe. So betrachtet bin ich ja derzeit ein Tor im Vorsprung», erzählt der Goalgetter und lacht. Am 22. Oktober 2016 hatte Sorgic gegen Vaduz (3:2) zweimal getroffen und seine ersten beiden Treffer in der Super League bejubelt.

Natürlich erwarte er auch jetzt wieder Treffer von sich. Den Druck macht er sich indes ausschliesslich selber. «Wir lassen ihm Zeit. Dejan geniesst unser volles Vertrauen», sagt Trainer Schneider. «Ich freue mich einfach sehr, dass er wieder einsatzfähig ist, und bin sicher, dass er uns noch viel helfen wird.»

Der Trainer hat derzeit im Sturm keine Not. Simone Rapp und Marvin Spielmann machen ihre Sache gut. Spielmann ist mit sechs Treffern interner Topskorer und hat zuletzt im U-21-Nationalteam beide Tore beim 2:0-Sieg über Liechtenstein erzielt. Allerdings ist Spielmann auch auf der Seite gefährlich, dann könnten Rapp und Sorgic das Sturmduo bilden.

Zu wenig Punkte

Auf das erste Viertel der Meisterschaft angesprochen, betonen sowohl Schneider wie Sorgic, dass die Punkteausbeute unbefriedigend war. «Mit der Art und Weise, wie wir spielen und mit den Gegnern mitgehalten haben, hätten wir mehr Punkte verdient», sagt Sorgic. Nun sollen die Zähler bis zur Winterpause auch tatsächlich eingefahren werden. «Wir wollen im zweiten Viertel die Punkteausbeute gegenüber dem ersten Abschnitt verbessern. Das ist unser Hauptziel», sagt ­Schneider.

Elf Zähler haben die Oberländer auf dem Konto, wobei die drei Punkte gegen Luzern bereits in der 10. von 36 Runden ergattert wurden. Gelingt den Thunern eine Steigerung, könnten sie sich wohl auch vom Tabellenende entfernen. Dieses liegt mit drei Punkten Reserve auf Schlusslicht Lugano immer noch näher als Rang vier, der am Ende zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigen würde.

Die punktgleichen Basel (3.) und St. Gallen (4.) haben vier Punkte mehr auf dem Konto als die siebtplatzierten Thuner. Auch um den Kontakt nach vorne nicht zu verlieren, brauchen sie mehr als acht Punkte pro Viertel.

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