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Auf wen trifft YB?

Am Montag erfährt YB den Gegner im Champions-League-Playoff. Eindhoven und Salzburg sind die stärksten von sieben möglichen Kontrahenten.

Er ist der Star des PSV Eindhoven: Hirving Lozano (links). Nach starken Auftritten an der WM könnte der Mexikaner aber noch den Verein wechseln.
Er ist der Star des PSV Eindhoven: Hirving Lozano (links). Nach starken Auftritten an der WM könnte der Mexikaner aber noch den Verein wechseln.
Getty Images
Bekanntes Gesicht beim letztjährigen Europa-League-Halbfinalisten Salzburg: Der ehemalige GC-Goalgetter Munas Dabbur.
Bekanntes Gesicht beim letztjährigen Europa-League-Halbfinalisten Salzburg: Der ehemalige GC-Goalgetter Munas Dabbur.
Keystone
Und beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb spielt inzwischen der frühere YB-Verteidiger Jan Lecjaks (Bild) sowie Natistürmer Mario Gavranovic.
Und beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb spielt inzwischen der frühere YB-Verteidiger Jan Lecjaks (Bild) sowie Natistürmer Mario Gavranovic.
Andreas Blatter
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Es fehlte nicht viel – und YB wäre für die Auslosung der Cham­pions-League-Playoffs am 6. August doch noch gesetzt gewesen. Am Ende aber passten die Resultate am Mittwochabend nicht ganz. Doch die Chance, die Königsklasse erstmals zu erreichen, waren für die Young Boys trotzdem noch nie so gross wie in dieser Saison.

In den letzten Jahren mussten sie als Vizemeister stets über den Platzierungsweg gegen Teams aus Topligen antreten. Und scheiterten, obwohl sie sogar Losglück besassen. Vor zwölf Monaten etwa erwischte YB aus dem Quintett Liverpool, Napoli, Sevilla, Sporting Lissabon und ZSKA Moskau mit dem russischen Vertreter den leichtesten Gegner.

Salzburgs Trauma

Nach der Reformation der ­Champions League stehen 26 von 32 Teilnehmern bereits seit Ende letzter Saison fest. Zwei weitere Teams werden über den Platzierungsweg ermittelt, auf dem ­Basel gegen Saloniki sang- und klanglos ausschied. Und vier Vereine erreichen die Gruppenphase über die Route der Champions,in der YB erst im Playoff Ende ­August antreten muss.

Noch sind sieben Teams als Gegner möglich, weil die Auslosung bereits am Montag stattfindet – bevor die Hinspiele der 3. Qualifikationsrunde ausgetragen worden sind. Scheidet eine Mannschaft aus mit hohem Uefa-Koeffizienten, der massgebend bezüglich Gesetztenstatus ist, übernimmt der Sieger deren Platz.

Die Aussichten von YB sind reizvoll, erstmals die äusserst lukrative Champions League zu erreichen.

Auf dem Papier schwierigster YB-Gegner wäre der ebenfalls erst im Playoff eingreifende PSV Eindhoven, der aber keineswegs übermächtig ist. Zumal in diesen Tagen der eine und andere talentierte Akteur den Club verlässt. Auch ein Verbleib des überragenden mexikanischen Offensivspielers Hirving Lozano, an der WM brillant, ist nicht gesichert.

Mindestens auf Augenhöhe mit den Young Boys befindet sich auch Red Bull Salzburg, das im Europacup als FC Salzburg antritt. Der österreichische Serienmeister setzt stets auf eine junge Equipe mit aufstrebenden Talenten, zuletzt erreichte er den Halbfinal der Europa League.

Allerdings leidet Salzburg an einem Champions-League-Trauma, elfmal scheiterte der Verein in der Qualifikation, teilweise blamabel, noch nie erreichte er die Gruppenphase. Vorerst muss sich das vom Dosengiganten Red Bull alimentierte Team ohnehin gegen Shkendija Tetovo durchsetzen. Der mazedonische Titelträger wäre gewiss ein angenehmeres Los als Eindhoven und Salzburg.

Wieder Astana – oder Lecjaks?

Kein Aussenseiter wäre YB auch gegen den Sieger aus Celtic Glasgow - AEK Athen, in diesem Fall würden ausgeglichene und bestimmt sehr stimmungsvolle Begegnungen warten. Und gegen den Gewinner des Duells Astana - Dinamo Zagreb wären die Young Boys sogar leicht favorisiert.

Auf Astana trafen die Berner in der Europa League 2016 (3:0 im ­Stade de Suisse, 0:0 auswärts), bei Zagreb spielen der frühere YB-Linksverteidiger Jan Lecjaks, der Schweizer Nationalstürmer Mario Gavranovic sowie der in der Schweiz aufgewachsene und mittlerweile für Bosnien spielende Izet Hajrovic.

Die Aussichten sind also durchaus reizvoll für die Young Boys, im Playoff am 21./22. (Hinspiele) sowie 28./29. August (Rückspiele) die sportlich wie ­finanziell äusserst lukrative Champions League zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zu erreichen. Scheitern sie, bestreiten sie zum sechsten Mal seit 2010 die Europa League.

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