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Arschawin – zu teuer und zu alt

Der Transfer von Andrej Arschawin, einer der grossen Entdeckungen der Euro 08, zu einem Topklub schien eine Frage der Zeit zu sein. Der Russe hat die Rechnung aber ohne Gazprom gemacht.

Peter Bühler
Gezwungen zu bleiben: Andrei Arschawins Transferträume sind nicht wahr geworden.
Gezwungen zu bleiben: Andrei Arschawins Transferträume sind nicht wahr geworden.
Keystone

Für viele Beobachter war Andrei Arschawin der beste Spieler der EM 08. Unvergessen ist sein Auftritt beim 3:1 der Russen gegen Holland im Viertelfinal im Basler St.-Jakob-Park. Ein Transfer des kleinen Künstlers von Zenit St. Petersburg zu einem grossen Verein im Westen schien danach eine Formsache zu sein.

Arschawin aber spielt nach wie vor für Zenit. Er hat einst einen Kontrakt bis 31. Dezember 2010 unterschrieben, und die Leute vom Energiegiganten Gazprom, denen der Klub gehört, pochen auf Vertragserfüllung. Um die Interessenten abzuschrecken, setzten sie die Ablösesumme auf 25 Millionen Euro fest. So viel wollte selbst Barcelona nicht bezahlen; und Arsenal-Trainer Arsène Wenger befand den 27-jährigen Arschawin für zu alt, um diesen Betrag zu riskieren.

Das ist Gazprom und Zenit nur recht. Sie schätzen Arschawins Qualitäten, dank denen sie im August gegen Manchester United erstmals den europäischen Super Cup gewannen. Und Geld brauchen sie nicht, sie haben genug - wie der Transfer des Portugiesen Danny von Dynamo Moskau zu Zenit für die russische Rekordsumme von 30 Millionen Euro beweist.

Arschawin aber ist in St. Petersburg frustriert und sagt: «Ich bin enttäuscht, dass Barcelona mich nicht gekauft hat.» Die Katalanen waren seit jeher sein Lieblingsverein. Nicht kleiner wird sein Groll, wenn er an seinen kongenialen Sturmpartner an der Euro denkt: Roman Pawljutschenko, der grosse Blonde, wechselte am letzten Tag der Transferperiode für 15 Millionen Euro von Spartak Moskau zu Tottenham in die Premier League. Arschawin weiss: «Es gefällt ihm gut in London, obwohl sein Klub Letzter ist.»

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