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«Als hätten wir Angst, das Spiel zu gewinnen»

«Wir brechen nach dem Ausgleich ein...»: Basil Stillhart und der Versuch, die Niederlage des FC Thun bei Servette zu erklären.

Thuns Basil Stillhart (vorne) im Kopfballduell mit Miroslav Stevanovic.
Thuns Basil Stillhart (vorne) im Kopfballduell mit Miroslav Stevanovic.
Freshfocus

Sind Sie froh, dass das Jahr 2019 vorbei ist?

Basil Stillhart: Ich bin nicht unglücklich. Und ich bin froh, dass der Abstand auf den Barrageplatz nicht noch grösser ist – wenn wir gegen Xamax zweimal verloren hätten, wäre die Differenz happiger.

Was macht Ihnen Hoffnung, dass sich Thun noch rettet?

Spontan würde ich sagen: die Pause, die jedem von uns guttun wird. Wenn uns 2020 zum Start zwei, drei Siege gelingen, sehe ich gute Chancen für uns.

Ist die Qualität des Kaders ausreichend?

In meinen Augen ist die Qualität nicht ungenügend, wir waren nicht oft total unterlegen. Wir haben eher mit einem mentalen Problem zu kämpfen. Wer in 18Runden nur zweimal gewinnt, strotzt nicht vor Selbstvertrauen. Das zeigte sich gegen Servette leider ein weiteres Mal.

Was passierte nach dem Führungstreffer?

Wir liessen uns zurückdrängen und machten es danach einfach nicht gut genug. Zu viele Ballverluste, der Gegentreffer nach einem Freistoss, der unnötige Penalty zum 1:2… Wir brechen nach dem Ausgleich ein und kommen danach kaum mehr zum Abschluss. Uns fehlte vorne die Durchschlagskraft, und hinten begingen wir Fehler, die bestraft wurden.

Haben Sie eine Erklärung dafür?

Die erste Halbzeit war meines Erachtens ganz gut, die kämpferische Einstellung stimmte. Auf dem Platz hatte ich kein schlechtes Gefühl. Aber nach dem 1:0 konnte man fast den Eindruck bekommen, als hätten wir Angst davor, das Spiel zu gewinnen. Vielleicht ging dem einen oder anderen durch den Kopf: Wie lange dauert der Match noch? Bringen wir den Vorsprung über die Runden? Vielleicht hat man auch die Tabelle im Kopf, denkt daran, dass man mit zwölf Punkten in die Winterpause gehen könnte… Aber sobald man zu viel studiert, verliert man automatisch den Fokus.

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