«Es hat mich sehr getroffen und aufgewühlt»

Nach den Vorfällen um das Schmähverhalten der Fans in London und seine Absetzung als Arsenal-Captain spricht Granit Xhaka erstmals in der Öffentlichkeit.

Der fatale Abgang: Xhaka wird im Heimspiel gegen Crystal Palace ausgewechselt und ausgebuht, er reagiert ungehalten. (Video: Twitter)

Sehr gut gehe es ihm wieder. Und er freue sich auf die nächsten Einsätze, sowohl im Club, als auch in der Nationalmannschaft. Das sagt Granit Xhaka dem «Blick» in einem Interview, nachdem am er am 27. Oktober bei einem Heimspiel von Arsenal ausgewechselt, von den Fans ausgepfiffen worden war und sich zu provokativen Gesten hatte hinreissen lassen.

«Als meine Rückennummer auf der Tafel des vierten Offiziellen aufleuchtete und daraufhin hämischer Jubel der eigenen Fans losbrach, hat mich das sehr getroffen und aufgewühlt», erzählt der abgesetzte Arsenal-Captain. «Es war sehr schmerzhaft und frustrierend. Für mich ist diese Reaktion noch heute nicht nachvollziehbar, vor allem in dieser Vehemenz und wie extrem ich hier angefeindet wurde.»

«Berechtigte Kritik lässt dich wachsen»

Im Interview erklärt er, dass für ihn die Fans ein fester Teil des Sports seien und er ihnen gegenüber grossen Respekt habe. «Berechtigte Kritik von ihnen lässt dich als Sportler wachsen», sagt der 27-Jährige. Umso mehr schmerze es, in Zeiten der Anfeindungen beschimpft zu werden. Er könne Kritik sehr gut aushalten, sagt aber: «Wenn man den eigenen Kapitän beleidigt und beschimpft, bringt man Unruhe und schlechte Stimmung in das Team, das man eigentlich unterstützt.»

Der Nationalspieler schildert, wie ihn Mitspieler zu Hause besucht und getröstet haben. Und er spricht über die sozialen Medien als einen Raum ohne Konsequenzen, wo Beleidigungen zur Tagesordnung gehören.

«Für mich ist letzte Woche abgehakt»

Am Samstag liess Arsenal Trainer Unai Emery verlauten, er wisse nicht, ob Xhaka noch einmal für den Premier-Leage-Club auflaufen werde. Zumindest im Interview gibt sich der Schweizer kämpferisch: «Gehen Sie davon aus, dass ich weiterkämpfe und mich in jedem Training anbiete. Für mich ist die letzte Woche abgehakt und ich bin bereit.» Denn er fühle sich mit seiner Familie in London weiter wohl und werde positiv bleiben, sich noch mehr reinhängen und beweisen, dass er «ein wichtiger Bestandteil dieses tollen Teams» sei.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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