Ein Spässchen könnte Embolos Trainer schon bald einholen

Vier Spiele, null Punkte. «Viel schlimmer geht nicht», sagt Schalkes Manager Christian Heidel, der vielleicht bald eine Massnahme treffen muss, die auch ihn zum Verlierer macht.

Wie lange darf Schalkes Trainer Markus Weinzierl noch verlieren?

Wie lange darf Schalkes Trainer Markus Weinzierl noch verlieren?

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

0:1 gegen Frankfurt, 0:2 gegen die Bayern, 0:2 gegen Hertha Berlin und jetzt die 1:3-Blamage im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln. Der Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo, der teuerste Spieler der Schalker Vereinsgeschichte, für den der Club im Gesamtpaket gegen 30 Millionen Euro investiert, erlebt mit der Mannschaft zurzeit einen Totalabsturz.

Ein Desaster ist es auch für den neuen Manager Christian Heidel, der für Horst Heldt kam, kurzerhand den noch unter Vertrag stehenden Trainer André Breitenreiter absetzte und mit Markus Weinzierl seinen Wunschcoach vom FC Augsburg loseiste. Doch dieser muss schon nach vier Runden feststellen, dass das beschauliche Augsburg nicht Schalke ist, denn dort brennt bereits der Baum.

Ratlosigkeit pur

Schon nach der vierten erfolglosen Runde und dem 1:3 gegen Köln wirkte der sonst sehr selbstsichere Weinzierl ratlos, als er sagte: «Ich glaube, man hat heute gesehen, dass die Mannschaft unter Druck war. Dass ich nicht erfreut bin und keine vier Niederlagen zu Beginn erwartet hatte, ist auch klar.»

Die Deutsche Akademie für Fussballkultur kürte unlängst die kuriosesten Sprüche im deutschen Profifussball. Einer der Gewinner war auch Schalkes Trainer Markus Weinzierl. Dieser hatte sich bei seiner Präsentation ein Spässchen erlaubt, das ihn schon sehr bald bös einholen könnte.

Dann gäbe es einen weiteren grossen Verlierer

«Ich habe bei der Wohnungssuche schon eine Absage bekommen, weil der Vermieter einen langfristigen Mieter wollte», witzelte der 41-jährige Deutsche, wohl wissend offenbar, dass das Trainerleben auf Schalke kurz sein kann, wie auch der Schweizer Roberto di Matteo nach nur neun Monaten mit seiner Entlassung erfahren musste. Es ist kaum anzunehmen, dass sich Weinzierl am Sonntag in Hoffenheim eine weitere Niederlage leisten kann. Eine Entlassung Weinzierls würde natürlich auch den Manager, der ihn unbedingt wollte, zum grossen Verlierer machen.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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