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Fragezeichen vor der WM-Super-Kombi der Frauen

Vor der WM-Super-Kombination der Frauen stehen zwei medizinische Bulletins im Mittelpunkt des Interesses: Wie fit sind Lindsey Vonn und Maria Riesch?

Von den gesundheitlichen Problemen der beiden Favoritinnen könnte unter anderen Lara Gut profitieren. Maria Riesch ist seit zwei Tagen durch eine fiebrige Grippe geschwächt, Lindsey Vonn spürt nach wie vor die Nachwirkungen der Hirnerschütterung, die sie sich vor einer Woche bei einem Sturz im Training zugezogen hat. Das angedachte Duell der beiden aktuellen alpinen Überfliegerinnen findet derzeit auf einer anderen Ebene statt. Es wird sich weisen, welches Handicap die grössere Hypothek sein wird - falls denn beide am Freitag am Start sein werden.

Mit Sicherheit nicht dabei sein wird Kathrin Zettel, die Weltmeisterin 2009. Die Österreicherin hatte ihren Entscheid, nicht zur Titelverteidigung anzutreten, schon vor einer Woche publik gemacht. Wegen ihrer Hüftprobleme musste sie vollends auf Trainings im Speed-Bereich verzichten.

Unter normalen Umständen würde Maria Riesch als Top-Favoritin in den zweiten Wettbewerb an ihrer Heim-WM steigen. Die Führende in der Weltcup-Gesamtwertung zählt sowohl in der Abfahrt als auch im Slalom zum Besten, was der alpine Frauenrennsport derzeit zu bieten hat. In der Abfahrt hat die Partenkirchnerin in diesem Winter schon dreimal gewonnen, im Slalom ist sie Weltmeisterin und wie in der Super-Kombination Olympiasiegerin.

Im Gegensatz dazu bekundet Lindsey Vonn derzeit immense Probleme im Slalom. Diese Schwäche machte sich auch an den letzten vier Grossanlässen bemerkbar. An den Olympischen Spielen 2006 und 2010 sowie an den Weltmeisterschaften 2007 und 2009 war die Amerikanerin in der zweiten Disziplin nicht ins Ziel gekommen. Ein umso erstaunlicheres Bild zeigt ihre Bilanz im Weltcup. In zwölf Super-Kombinationen der vergangenen fünf Jahre taucht sie lediglich ein einziges Mal nicht im Klassement auf.

Die angeschlagene Gesundheit von Lindsey Vonn und Maria Riesch dürfte den Kreis der Medaillen-Anwärterinnen anwachsen lassen. Neben Elisabeth Görgl und Julia Mancuso, die mit den Rängen 1 und 2 im Super-G zusätzliches Selbstvertrauen getankt haben, und Anja Pärson darf auch Lara Gut dazu gezählt werden. Die Tessinerin bewies vor zwei Jahren mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille, dass sie bei optimalem Verlauf des Wettkampfs auch in der Super-Kombination vorne mitmischen kann. Allerdings wird der Slalom-Hang am Gudiberg als äusserst schwierig eingestuft. Zudem hat Lara Gut in diesem Winter die angekündigten Fortschritte bei ihren Starts in Levi (Fi) und Aspen (USA) noch nicht bestätigen können.

Mit Blick auf die Slalom-Piste in Partenkirchen werden Dominique Gisin und Fabienne Suter mit bescheidenen Zielen antreten. Besser zurecht kommen dürfte Denise Feierabend. Die Engelbergerin war auf der Strecke in nächster Nähe zur Olympia-Schanze vor zwei Jahren Junioren-Weltmeisterin im Slalom geworden.

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