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Erleichterung und Selbstvertrauen

Herzogenbuchsees Handball-Frauen haben am Freitag gegen Yellow Winterthur den ersten Sieg in der NLA gefeiert. Sie sind in der NLA nicht chancenlos, auch wenn am Sonntag das Derby bei Rotweiss Thun klar verloren ging.

Am Sonntag reichte es nicht zum Erfolg: Fabienne Bircher (rechts) und Anina Steiner versuchen die Rotweiss-Spielerin Lucia Weibelova zu stoppen.
Am Sonntag reichte es nicht zum Erfolg: Fabienne Bircher (rechts) und Anina Steiner versuchen die Rotweiss-Spielerin Lucia Weibelova zu stoppen.
Daniel Teuscher

«Mir wurde berichtet, dass wir etwas Historisches geschafft hätten», sagt Beat Flury, der Trainer der Frauen des HV Herzogenbuchsee. Gemeint war der erste Sieg der Oberaargauerinnen überhaupt in der NLA. Vor zehn Jahren war der HVH schon einmal in der obersten Spielklasse vertreten gewesen, damals aber mit nur einem Punkt wieder abgestiegen.

Am Freitag reichte es zum ersten Vollerfolg. Der Aufsteiger besiegte Yellow Winterthur, zuletzt die fünfte Kraft in der acht Teams umfassenden NLA, 29:23. Flury wollte dennoch nicht in riesige Euphorie verfallen.

«Der Sieg ist eine Erleichterung für uns. Wir erhielten die Gewissheit, dass wir bei guten Leistungen mithalten können. Wir konnten Selbstvertrauen tanken, nachdem wir die ersten zwei Spiele klar verloren haben.»

Erfahrene sind wichtig

Herzogenbuchsee hat viele junge Spielerinnen in seinen Reihen, die auch für Juniorennationalteams aufgeboten werden. «Es braucht jedoch noch viel, bis sie in der NLA dauerhaft Akzente setzen können», sagt Flury. Damit Erfolge wie gegen Yellow möglich sind, braucht es gute Leistungen der erfahrenen Akteurinnen, die vor dem Aufstieg mit dem HVH bereits anderswo in der NLA gespielt haben.

Sarah Baumgartner erzielte 14 Treffer und hatte das Spiel in der Rückraummitte stets im Griff, Murielle Schöni traf achtmal, und Torhüterin Nadine Steinemann zeigte ebenfalls eine gute Leistung.

Konstant Darbietungen auf hohem Niveau abzurufen, ist aber auch diesen Akteurinnen nicht immer möglich. Bereits am Sonntag musste Herzogenbuchsee zum Derby bei Rotweiss Thun antreten und verlor 18:33. «In diesem Spiel wurde auch deutlich, dass die Oberländerinnen noch einmal stärker sind als Yellow.»

Die Hierarchie im Schweizer Frauenhandball ist eindeutig. Brühl St. Gallen, Nottwil und Zug spielen den Titel unter sich aus, dahinter folgt Rotweiss auf Platz 4, Yellow auf Rang 5, zuhinterst reihen sich mit dem HVH, Kreuzlingen und GC Amicitia Zürich die drei Teams ein, die vor kurzem noch in der NLB spielten.

Vorerst keine Veränderungen

Im Kader wird es wohl vorerst keine Veränderungen geben. Lisa Ingold zog sich in der Endphase der letzten Saison im Mai einen Kreuzbandriss zu. Sie dürfte eher nicht mehr in der laufenden Spielzeit zurückkehren.

Zuzügen von weiteren erfahrenen Akteurinnen sind aktuell ebenfalls nicht geplant. Sie könnten allenfalls im neuen Jahr ein Thema werden, wenn Herzogenbuchsee in der Auf-/Abstiegsrunde um den Ligaerhalt kämpfen wird.

Bereits heute steht das nächste Spiel auf dem Programm. Der HVH tritt im Cup-Sechzehntelfinal bei Brühl II an. Danach dürfen die Siegerinnen vom Freitag eine Pause geniessen; sie stehen danach erst am 21. Oktober wieder im Einsatz.

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