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Eine desaströse Halbzeit und viele Fragezeichen

Wacker bricht im ersten Spiel des Jahres ein und erleidet in Zürich eine überraschende Niederlage. 25:29 verlieren die Thuner, deren Leistung nach dem Seitenwechsel irritierte.

Adrian Horn
Enttäuscht: Captain Jonas Dähler und seine Teamkollegen haben einen Rückschlag zu verdauen.
Enttäuscht: Captain Jonas Dähler und seine Teamkollegen haben einen Rückschlag zu verdauen.
Markus Grunder

Es ist nicht überliefert, wie Jakub Szymanski nach Hause gereist ist. Zumindest theoretisch hätte der Spieler-Trainer von GC Amicitia Zürich im Bus des Gegners mitfahren können. Einen sehr ähnlichen Heimweg wie die Thuner hatte der frühere Wacker-Spieler.

Der Tscheche lebt mit seiner Familie noch immer in Zwieselberg, keine zehn Autominuten von der Lachenhalle entfernt, der Spielstätte der Berner Oberländer. Mit dem 35-Jährigen wäre zumindest ein glücklicher Mensch im Car gesessen. Szymanski hatte sein Team mit acht Treffern zum überraschenden Sieg über seine einstigen Mitstreiter geführt.

Der grosse Einbruch

25:29 unterlagen die Gäste. 15:11 hatten sie geführt, bevor ihnen die Partie entglitt. Der zweite Umgang: Er missriet den Thunern völlig. Bloss neun Tore vermochten sie da zu erzielen, sie wirkten ideenlos und stellten sich im Abschluss bisweilen ungeschickt an.

Captain Jonas Dähler etwa war sehr weit davon entfernt, so gut zu spielen, wie er dies in den Jahren davor oft getan hatte. Und Coach Martin Rubin muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in der Halbzeit eine falsche Botschaft vermittelt zu haben, indem er den Rückraum teils mit Akteuren besetzte, welche gewöhnlich nicht beginnen.

In ihrem ersten Pflichtspiel seit der fünfwöchigen Winterpause konnten die Thuner auf die genesenen Marc Winkler und Nicolas Raemy zählen. Letzterer absolvierte seine erste Partie in der laufenden Meisterschaft.

Der Linkshänder wurde nach einer Viertelstunde eingewechselt, traf in seiner ersten Aktion und knüpfte weitestgehend an die starken Leistungen an, welche er Mitte Monat an der EM gezeigt hatte. Winkler überzeugte gleichfalls, womit die Rückkehrer die Lichtblicke darstellten an einem Abend, an dem dem zweimaligen Meister so wenig gelang.

Mit Ron Delhees, Luca Linder und Gabriel Felder verzeichneten die Gäste in der Saalsporthalle vergleichsweise wenig Ausfälle. Linder und der an Schulterbeschwerden leidende Felder dürften in Bälde zurückkehren.

Neun Qualifikationsspiele bleiben Wacker; es ist genügend Zeit dazu, auf das Playoff hin in Form zu kommen. Grundsätzlich. Fragen aber wirft die Leistung in Zürich auf, wenngleich sich die Thuner dort traditionell schwertun. Im Aufbau mangelt es seit einer ganzen Weile an Kreativität; wenn sich der Gegner auf das Tempospiel der Oberländer einzustellen vermag, haben diese ein Problem. Leichter werden die Aufgaben vorerst nicht. Am Samstag gastiert Rubins Team in Schaffhausen.

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