Zum Hauptinhalt springen

Ein Sonntagsspaziergang in Basel

Der Meister deklassiert den Aufsteiger. 39:22 gewinnt Wacker in der Nordwestschweiz. Der genesene Captain Jonas Dähler feiert ein beeindruckendes Comeback.

Wieder fit und unverändert effizient: Jonas Dähler.
Wieder fit und unverändert effizient: Jonas Dähler.
Patric Spahni

Vielleicht war es ja so was wie ein Zeichen. Die Thuner bereiten sich im Rankhof zu Basel auf die Partie vor, ein bisschen passen, ein bisschen werfen, das Übliche eben. Auf einmal erfahren sie, dass sie nicht auf Rares Jurca treffen werden, den mit Abstand besten Akteur des Gegenübers. Der langjährige Kadetten-Schaffhausen-Aufbauer ist grippeerkrankt und liegt daheim im Bett, fiebert fiebrig mit. «Endlich mal ein wenig Glück!», denken sie sich, nachdem sie in dieser Saison schon einiges haben hinnehmen müssen, knappe Niederlagen und zahlreiche Ausfälle.

Dählers Rückkehr

Spätestens zur Pause war in der Nordwestschweiz klar: Knapp wird die Begegnung nicht ausgehen, und verlieren werden sie die Berner Oberländer erst recht nicht. 20:12 führte Martin Rubins Team. Das hatte marginal mit dem Fehlen Jurcas zu tun. Der Meister war schlicht zu gut gewesen, nach einer Viertelstunde erhöhte er die Führung sukzessive, und am Ende lautete das Skore 39:22 aus Sicht der Gäste. Diese hatten Mitte der ersten Hälfte begonnen, gut zu verteidigen, woraus fortwährend Gegenstösse resultierten.

Davon profitierten naturgemäss primär die Flügelspieler. Thomas Lanz erwies sich abermals als sehr effizient, sechs Treffer aus sechs Versuchen gelangen dem Linksaussen. Gleichfalls keinen Fehlwurf verzeichnete Jonas Dähler auf rechts. Der Vierfachtorschütze hatte nach 15 Minuten das Feld betreten, der Captain feierte damit sein Comeback nach fünfwöchiger Abwesenheit und glänzte gleich wieder mit Souveränität im Abschluss.

Es war ein auf ganzer Linie guter Tag für die Thuner. Nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen in Folge gewannen sie zwei wertvolle Punkte im Hinblick auf die Finalrundenqualifikation. Vier Zähler liegen sie nun vor dem auf Rang 7 klassierten Kriens, das gestern etwas überraschend zu Hause Suhr unterlag und am Mittwoch in Schaffhausen antreten wird, während die Berner Oberländer Schlusslicht GC empfangen. Sollten die beiden Partien nach Papierform enden – Wacker könnte fürs Erste aufatmen.

Wyttenbachs Tore

Bangen mussten Rubins Leute gestern allenfalls in der ersten Hälfte des ersten Umgangs. Diese konnten die Hausherren ausgeglichen gestalten. 8:8 stand es nach 14 Minuten. Deckung und Keeper hatten eine gewisse Lethargie offenbart und damit nicht an die starke Darbietung aus dem Champions-League-Spiel gegen Wisla Plock angeknüpft. Dass die Thuner da nicht in Rückstand gerieten, war auf die hohe Effizienz im Angriff zurückzuführen. Einen sehr überzeugenden Start hatte vornehmlich Ivan Wyttenbach hingelegt, der drei der ersten fünf Thuner Treffer erzielte. Acht Tore gelangen dem Regisseur bis zum Ende, fünf davon per Penalty. Damit wird das im Sommer dazugestossene Eigengewächs am Mittwoch erstmals im Trikot des Topskorers auflaufen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch