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Finishen und alles geniessen

Der in Wilderswil wohnende Gündlischwander Christian Fuhrer startet am Samstag zu seinem zweiten Inferno-Triathlon. Das Ziel ist für den 41-Jährigen klar: «Ich will den Wettkampf in vollen Zügen geniessen und finishen.»

Christian Fuhrer wird den zwölften Inferno-Triathlon vom kommenden Samstag nicht gewinnen. Aber der vielseitige Sportler wird, wenn ihm nicht etwas Ausserordentliches passiert, das Ziel auf dem Schilt-horngipfel in guter Verfassung und wohl als einer der 50 Schnellsten erreichen. Die 155 Kilometer lange «Reise» soll für den Mann mit der Startnummer 145 nicht nur Kampf und Krampf sein. «Ich will zwar finishen, aber den Wettkampf auch geniessen», verrät er.«Spinnerzüüg mache»Fuhrer trieb zwar, solange er sich erinnern kann, Sport. Seinen ersten Triathlon – und gleich den Inferno – nahm er aber erst im vergangenen Jahr in Angriff. «Ich sagte mir, jetzt bist du 40-jährig, höchste Zeit, noch einmal Spinnerzüüg zu machen.» Vor dem Velofahren und Laufen war ihm nicht bang. Aber zuerst will ja der Thunersee schwimmend durchquert werden. «Ich schwamm im Hallenbad eine Stunde lang hin und her, ohne abzustehen, bevor ich mich ernsthaft mit einem Start befasste», berichtet Fuhrer. Und er schwamm gar nicht etwa schlecht. «Ich ging nach einer Stunde und vier Minuten in Oberhofen an Land, was für mich super war», freut er sich noch ein Jahr später.Je länger, desto besser«Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete», beschreibt Christian Fuhrer seine Gefühle vor seinem ersten Triathlonstart. Aber es gelang ihm ein sehr guter Wettkampf. «Ich konnte gut von einer Disziplin zur andern umstellen und jeweils gegen Ende einer Teilstrecke noch zusetzen», erzählt er. So wurde er gleich bei seinem ersten Start stolzer Finisher. Nach 10 Stunden und 57 Minuten kam er als 49. auf dem Piz Gloria an, was ihm den 27.Rang in der Kategorie Altersklasse 1 eintrug.Gigathlon als SaisonzielDa Christian Fuhrer Spinnerzüüg nicht abgeneigt ist, setzte er sich für diese Saison den dreitägigen Gigathlon in der Ostschweiz zum Ziel. Als Vorbereitung bestritt er den Kerzerser- und den Niesenlauf, den GP Bern und «den wunderschönen Wettkampf» Mountain Challenge Lenk (je zweimal laufen und biken), wo er hinter seinem (Fast-)Nachbar und Trainingspartner Stephan Zenger Kategorienzweiter wurde. Beim Gigathlon war Fuhrer dann rund 22 Stunden unterwegs und wurde ausgezeichneter 33.«Ätti» entfachte FeuerChristian Fuhrer, seine drei Brüder Bruno, Toni und Markus sowie Schwester Andrea schlossen früh mit dem Sport Bekanntschaft. Ihr «Ätti» Toni (69) war Vorunterrichtsleiter und dann J+S-Leiter und -Experte. Im Skiclub Gündlischwand frönten sie sowohl dem Langlauf wie den alpinen Disziplinen. Und so kam es, dass die Fuhrer-Buben und ihre Vereinskollegen seit vielen Jahren am Inferno-(Ski)-Rennen, vor allem in der Inferno-Super-Kombination, ein gewichtiges Wörtchen um den Sieg mitreden. Die «Ausbeute» der Gündlischwander beim Inferno 2009: Mannschaftssieg in der Super-Kombination, in der Christian Fuhrer und Manuel Zurbuchen in der Kategorie Senioren I einen Doppelsieg feierten.Mindestens zehn StundenChristian Fuhrer trainiert mindestens zehn Stunden pro Woche. Auf dem Rennvelo (diese Saison bisher etwa 4000 Kilometer) und dem Bike, zu Fuss und (mindestens einmal pro Woche) im Wasser. Unterstützt wird er vom Interlakner Bike-atelier. «Sie machen mir den Veloservice gratis.» Am Samstag will Christian Fuhrer ernten, was er in vielen Trainingsstunden gesät hat.

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