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Die Schweizer Curler besiegen den Goldfavoriten Kanada

Nach einer 5:7-Niederlage gegen Weltmeister Schweden holten die Schweizer Curler um Skip Sven Michel in der 2. Runde des Olympia-Turniers zum grossen Schlag aus. Sie bezwangen Topfavorit Kanada 5:4.

Siege von Schweizer Männerteams an grossen Turnieren (WM, Olympia) sind eine Seltenheit. Umso höher ist die bravouröse Leistung des Adelbodner Teams mit Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel einzuschätzen. Der letzte WM-Sieg eines Schweizer Männerteams gegen Kanada liegt nämlich acht Jahre zurück. Und nur Patrick Hürlimann bei seinem Triumph in Nagano 1998 vermochte seinen kanadischen Widersacher an einem Olympia-Turnier zu besiegen,

"Es ist uns gelungen, geduldig zu bleiben und die ersten Fehler des Gegners gleich zu nutzen", sagte Skip Michel nach dem Erfolg gegen die Formation von Brad Jacobs. Michel sprach damit das 5. End an, in dem die Schweizer dank zwei Fehlversuchen drei Steine zur 3:0-Führung "stehlen" konnten. Von dort weg konnten die Kanadier, die sich in ihrer Olympia-Ausscheidung gegen lauter Hochkaräter durchgesetzt hatten, nie mehr ausgleichen. Die aktuellen Europameister aus dem Berner Oberland zeigten mit 88 Prozent an gelungenen Steinen eine ausgezeichnete Leistung. Der Nummer 3 Claudio Pätz glückten 93 Prozent, Michel 91 Prozent.

Die Schweizer wollten aus dem schwierigen Startpensum mit den Partien gegen die beiden letztjährigen WM-Finalisten unbedingt einen Sieg herausholen. Das ist ihnen nun gelungen.

Bei der 5:7-Niederlage am Montagmorgen gegen Schweden sah der Start für die Schweizer verheissungsvoll aus: Sie schrieben im zweiten End zwei Steine, welche der schwedische Skip Niklas Edin erst im fünften End ausgleichen konnte. Die Schweiz konterte im sechsten End mit dem 3:2.

Die Vorentscheidung fiel im siebten End, als nach einem der vielen missglückten Draws von Sven Michel (Totalquote nur 65 Prozent) die Schweden ein Dreierhaus schreiben konnten und anschliessend im achten End auf 6:3 erhöhten. Da nützte es auch wenig, dass die Schweiz im neunten End nochmals auf 5:6 herankam, da Schweden den Vorteil des letzten Steins im zehnten End zum 7:5-Endstand nutzten.

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