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Deutschlands Nationaltorhüter ist tot

Der deutsche Nationalgoalie Robert Enke ist tot.

Der 32-Jährige starb am Dienstagabend an einem Bahnübergang in der Region Hannover. Gemäss der Polizei deutet alles darauf hin, dass es sich um Selbstmord handelte.

Die Verantwortlichen des Bundesligisten Hannover 96, bei dem Enke seit 2004 unter Vertrag gestanden hatte und bei dem er seit 2008 Teamkollege des Schweizers Mario Eggimann war, wollten zunächst keine Angaben über die Todesursache machen. "Er war labil, hat das aber überlagert", sagte Präsident Martin Kind. Enke hinterlässt seine Ehefrau Teresa und eine acht Monate alte Adoptiv-Tochter.

Die Spekulation, wonach Enke Selbstmord begangen haben könnte, stützte die Polizei. "Es gab einen tödlichen Unfall bei einem Bahnübergang", so ein Sprecher.

Enke war vor zwei Jahren vom Schicksal hart geprüft worden. Seine Tochter starb im Alter von zwei Jahren, nachdem sie seit der Geburt mit einem Herzfehler gelebt hatte. Trotz dieses harten Schlages versuchte Enke nach vorne zu blicken. Es motiviere ihn, jetzt im Beruf noch härter zu arbeiten, sagte er.

In der Tat erreichte Enke als Torhüter erst spät das höchste Niveau. Am 27. März 2007 debütierte er für die DFB-Auswahl im Testspiel gegen Dänemark. Nach dem Rücktritt von Jens Lehmann aus der Nationalmannschaft nach der EURO 2008 galt Enke in den letzten Monaten vielerorts als Favorit auf die Nummer 1 im deutschen Tor für die WM 2010 in Südafrika.

Die entscheidenden Partien in der WM-Qualifikation hatte Enke jedoch nicht bestreiten können. Er verpasste vier Spiele wegen einer Erkrankung, die als Bakterien-Infektion des Darmes angegeben wurde. Von der Krankheit hatte er sich zuletzt erholt, gleichwohl nominierte ihn Nationalcoach Joachim Löw nicht für die beiden Testspiele gegen Chile (14. November) und die Elfenbeinküste (18. November).

Im Lager der deutschen Nationalmannschaft reagierte man selbstredend mit tiefer Betroffenheit über die Nachricht. "Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte", sagte Team-Manager Oliver Bierhoff.

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