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Cancellara der grosse Favorit im Zeitfahren

Nach der Mission Peking vor etwas mehr als einem Jahr will Fabian Cancellara heute Donnerstag auch die Heim-WM in Mendrisio mit Erfolg krönen. Cancellara vor dem Zeitfahren: "Ich will gewinnen!"

"Wenn einer nach zwei WM-Titeln und einem Olympiasieg sagen würde, er könne nicht um den Sieg fahren, wäre dies unglaubwürdig", fügt Cancellara an. Er habe sich gut vorbereitet und er sei sehr gut in Form. Das ist für ihn eine bemerkenswerte Aussage, denn in der Regel war Cancellara mit Hinweisen zu seiner Verfassung weniger präzis.

Lange Zeit liess die Ausnahmeerscheinung die Öffentlichkeit im Ungewissen, ob er an der Heim-WM in beiden Rennen an den Start gehen würde. Damit war auch eine gewisse Geheimniskrämerei verbunden, denn schon im März schaute sich der Olympiasieger die Strecke im Sottoceneri erstmals an. Es handle sich um einen schönen Parcours. Er lasse sich vom Enthusiasmus tragen und die Anfeuerung durch die Zuschauer sei ein zusätzliches Plus, so der Berner. Für ihn, so Cancellara, sei es das Maximum, im Schweizer Trikot einen Titelkampf zu bestreiten und zuhause zu gewinnen.

Dass der frühere Weltmeister und Zeitfahren-Spezialist David Millar auf die Prüfung gegen die Uhr verzichtet und nur am Sonntag im Strassenrennen antritt, ist in Cancellaras Augen "schade". Nicht nur der Schotte, auch andere Gegner rechnen damit, dass sie nur um Silber und Bronze fahren. So hat sich beispielsweise auch der Deutsche Tony Martin geäussert. Der deutsche Titelverteidiger Bert Grabsch, der Brite Bradley Wiggins oder der Schwede Gustav Erik Larsson sind in den Augen Cancellaras die wichtigsten Gegner. Der Olympiasieger weiter: "Auf dem Papier bin ich der Stärkste. Aber jedes Rennen muss zuerst gefahren sein."

Nach seiner Aufgabe in der Vuelta hat Cancellara die spezifischen Vorbereitungen aufgenommen und insbesondere im Tessin trainiert. Der frühere Tour-de-France-Sieger Bjarne Riis, Manager der Sportgruppe des Berners, zeigt sich vom Schweizer Trumpf-As in höchstem Masse beeindruckt: "Wir haben hart gearbeitet. Am Sonntag ist er teilweise im Regen über sieben Stunden gefahren. Mit einer solch grossartigen Einstellung habe ich noch nie einen Fahrer erlebt!"

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