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BSV Bern: Gern wieder auswärts

Der BSV Bern zeigt sich beim 36:27-Erfolg im zweiten Spiel gegen Donbas Mariupol klar verbessert und erreicht die Achtelfinals des Challenge Cup. Bei den Bernern erhofft man sich nun konstant gute Leistungen.

Marco Strahm war im zweiten Spiel gegen Donbas zweimal erfolgreich.
Marco Strahm war im zweiten Spiel gegen Donbas zweimal erfolgreich.
Andreas Blatter

Gut war noch nicht alles, aber vieles doch wesentlich besser als noch am Freitag. Der BSV Bern zeigte, dass er die spielstärkere Mannschaft als Donbas Mariupol ist.

Anfänglich vermochten die Ukrainer das Geschehen noch ausgeglichen zu gestalten, dann setzten sich die Berner ab und machten mit einem 36:27-Erfolg die 25:26-Niederlage aus dem ersten Spiel mehr als wett. Der BSV steht in den Achtelfinals des Challenge Cup, am Dienstag wird ausgelost.

Ball lief besser

Der BSV Bern hat im bisherigen Saisonverlauf nicht überzeugt. Verletzungsbedingte Absenzen waren ein Grund für die zahlreichen schwächeren Darbietungen, aktuell fallen immer noch vier Spieler aus. Dazu kamen Formtiefs von Leistungsträgern und eine zunehmende Verunsicherung, die sich in vielen Fehlern manifestierte. Die letzten Partien geben zu Hoffnung Anlass, dass es langsam wieder aufwärtsgeht.

Einem guten Spiel bei Endingen in der Meisterschaft folgte ein schwacher Auftritt im ersten Spiel gegen Donbas, auf den die Berner dann aber deutlich reagieren konnten. Man hatte nicht den Eindruck, es könnte der Einzug in die nächste Runde ernsthaft in Gefahr geraten. Deutlich verbessert zeigte sich etwa der Rückraumschütze Matthias Gerlich, der sechsmal erfolgreich war.

«Die Leistung am Freitag war schlecht, wir hatten uns vorgenommen, nicht noch einmal so aufzutreten», meinte der Deutsche, der gleichzeitig verneinte, dass die schwachen Darbietungen mentale Ursachen hatten. «Man sprach zuletzt immer davon, dass sich der Knoten lösen müsse. Bei mir gab es keinen Knoten, ich hatte kein Kopfproblem.»

Offenbar zahlte es sich aus, dass sich das Team eine Stunde früher als üblich besammelte und sich auch taktisch noch einmal auf den Gegner einstellte. «Heute haben wir das, was wir besprochen haben, auch auf das Feld gebracht», sagte der linke Flügel Marco Strahm, der ebenfalls zu den besten Spielern seines Teams gehörte.

Strahm und Gerlich waren sich einig, dass man in der nächsten Runde gern wieder auswärts antreten würde. «Solche Reisen schweissen ein Team zusammen», meinte der junge Linksaussen. Der Wunsch könnte in Erfüllung gehen, von den fünfzehn infrage kommenden Gegnern haben nur zwei in der 3. Runde wie Donbas auf das Heimrecht verzichtet.

Während Strahm keine Präferenz bezüglich des kommenden Gegners äusserte, war Gerlich in diesem Punkt deutlicher. «Es befinden sich noch einige interessante Teams aus grossen europäischen Städten im Wettbewerb. Am liebsten wäre mir aber eine Reise nach Portugal.»

Konkret zum letztjährigen Finalisten auf die Insel Madeira. Morgen wird sich zeigen, ob sich Gerlichs Wunsch erfüllt. Der nächste Trip ist ein kurzer, die sich in einer halben Stunde bewältigen lässt. Der BSV Bern tritt am Mittwoch zum Derby beim Kantonsrivalen Wacker Thun an.

BSV Bern - Donbas Mariupol 36:27 (18:15)

495 Zuschauer. – SR Charitsos/Naskos (GRE). – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 8-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Hontscharow/56.) plus Rote Karte (Bespalow/22., grobes Foul) gegen Donbas. – BSV Bern: Tatar (15 Paraden) / Milosevic (2 Paraden); Eggimann (2), Schneeberger, Kaleb (2), Baumgartner (4), Getzmann (10/2), Isailovic, Spinola (4), Gerlich (6/1), Strahm (7), Arn, Freiberg (1). – ohne Mühlemann, Kusio, Rohr und Weingartner (alle verletzt).

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