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Aarau ist gegen Sion in den Barragespielen Aussenseiter

Die Rollen in den beiden Barragespielen am Pfingstsamstag und -montag sind klar verteilt. Das unterklassige Aarau ist gegen Sion klar Aussenseiter und hat nichts zu verlieren.

Zwei Jahre nach dem Abstieg in die Challenge League hat der FC Aarau dank eines fantastischen Endspurts mit vier Siegen und 17:1 Toren Rang 2 und die Barragespiele erreicht. Der zwölffache Cupsieger Sion ist in seiner Pleiten- und Pannensaison und dem Abzug von 36 Punkten zu Relegationsspielen verdammt. Ein Abstieg hätte für die ambitionierten Walliser fatale Folgen.

Sions Präsident Christian Constantin hat für seine Initialen "CC" eine neue Bedeutung erhalten: Mister "Casual Court" - der Herr, der alle Gelegenheitsgerichte anruft und überall scheitert! Fakt ist aber: Der FC Sion hat mit seinem qualitativ starken Kader sportlich in der Saison hinter Meister Basel und Luzern am drittmeisten Punkte geholt, und er hat sich nach dem Erfolg über Celtic Glasgow auch für die Gruppenspiele der Europa League qualifiziert. Da sich aber der umtriebige "CC" um diverse Vorschriften und Reglemente foutierte und gegen diese verstiess, wurde Sion mehrfach gebüsst.

Nun soll mit Vladimir Petkovic der vierte Trainer in dieser Saison wenigstens den Fall in die Challenge League verhindern. Er - der Nachfolger von Laurent Roussey, Interimstrainer Sébastien Fontbonne und dem nicht als Trainer lizenzierten Rolland Courbis - verfügt über ein Kader, das äusserst breit und für die Super League tauglich ist. Constantin liess sich dieses offiziell 20 Millionen kosten. Fraglich ist der Einsatz von Serey Die. Der Ivorer wurde nach der Ohrfeige gegen einen Balljungen für acht Spiele gesperrt. Zwei Sperren hat er schon abgesessen. Nun hat Sion Rekurs eingelegt.

Sion hat zweifellos die spielerische Klasse, den Ligaerhalt zu schaffen und den erneuten Fall nach dem Konkurs von 2002 zu verhindern. Allerdings: Die Walliser haben keines ihrer letzten acht Spiele, inklusive des verlorenen Cup-Halbfinals gegen Luzern, gewonnen. Christian Constantin würde den Bettel auch im Falle eines Abstiegs nicht hinschmeissen, wie er versicherte. "Es wäre allerdings ein böser Schlag, ein wichtiger Schritt zurück. Eine Relegation würde aber nichts an meiner Zielsetzung ändern, den FC Sion in naher Zukunft als ersten welschen Verein in die Champions League zu führen."

Aarau kann sich selbst ein Geburtstaggeschenk machen. Am 26. Mai feiern die Aargauer ihr 110-Jahr-Jubiläum. Ob ein Wiederaufstieg Sinn machen würde oder zu früh käme, daran scheiden sich die Geister. Trainer René Weiler hat eine solide, engagierte Mannschaft geformt, die immer besser in die Gänge kam und für die das Momentum spricht. Akteure wie der nun definitiv übernommene Reto Staubli, der Matchwinner beim 2:1 in St. Gallen, Torhüter Joël Mall, Verteidiger Silvan Widmer, der umworbene Artur Ionita und der zu den Grasshoppers wechselnde Shkelzen Gashi (17 Saisontore) haben unter Motivator Weiler erhebliche Fortschritte erzielt. Aarau ist zu einem homogenen Team gewachsen und hat sein Saisonziel eigentlich schon erreicht. "Normal haben wir gegen Sion keine Chance", meint Trainer Weiler selbst. "Aber, was ist im Fussball schon normal? Ein Aufstieg käme dennoch einem Wunder gleich.

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