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Sport kompaktSeferovic bei Re-Start nur mit Kurzeinsatz

Italienische Fussball-Cup-Halbfinals vorverlegt +++ NBA geht im Juli weiter - nur Gewerkschafts-Ja fehlt noch +++ Nadal ist skeptisch bezüglich US-Open +++ Gemeinsamer Ort für Turn-EM der Männer und Frauen +++ Fans in Ungarn halten Abstand im Stadion nicht ein +++

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Fussball: Seferovic spielt Remis

Haris Seferovic erlebt bei Benfica Lissabon unterschiedliche Zeiten. Letzte Saison traf der Schweizer Nationalstürmer noch fast nach Belieben. In dieser Spielzeit harzt es jedoch. Erst zwei Treffer gelangen Seferovic in 24 Partien. Seinen Stammplatz verlor der 28-Jährige an den Brasilianer Carlos Vinicius. Den Meisterschaftsunterbruch wegen Corona nutzte Seferovic, um seine Wadenprobleme ganz auszukurieren. Nun wollte er fit wieder angreifen.

Beim Re-Start am Donnerstagabend gegen Tondela musste Seferovic zuerst wieder mit der Ersatzrolle vorlieb nehmen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss wurde der Angreifer eingewechselt. Für seinen Konkurrenten Vinicius. Ein Tor gelang beiden nicht. Durch das 0:0 überholte Benfica in der Tabelle jedoch den Rivalen Porto und liegt punktgleich, aber dank dem besseren Torverhältnis auf Platz 1.

Haris Seferovic läuft es bei Benfica Lissabon nicht nach Wunsch. (Bild: Keystone)

Rund um das Spiel kam es zudem zu einem Zwischenfall mit dem Mannschaftsbus von Benfica. Unbekannte bewarfen diesen mit Steinen. Seferovics Teamkollegen Julian Weigl und Andrija Zivkovic wurden dabei leicht verletzt und zur Kontrolle ins Spital gebracht. (heg)

Fussball: Neue Daten für Cup-Halbfinals

Die Halbfinal-Begegnungen im italienischen Cup werden jeweils einen Tag früher ausgetragen als geplant. Die italienische Regierung hatte der Vorverlegung am Donnerstag zugestimmt. Die Partien zwischen Juventus Turin gegen den AC Mailand sowie SSC Neapel gegen Inter Mailand werden somit am 12. und 13. Juni gespielt. Die Serie A hatte zuvor den Vorschlag gemacht, um den Finalisten vor dem angesetzten Cupfinal am 17. Juni in Rom einen Tag länger Pause zu geben. Die Serie A, die höchste italienische Liga, soll ihren Spielbetrieb dann am 20. Juni wieder aufnehmen. (dpa)

Eishockey: NHL plant leicht modifiziertes Playoff

Die NHL will ihren Meister in einer Finalserie in der üblichen Länge ermitteln. Ab der Runde der besten 16 Teams sollen vier Siege in einer Serie für ein Weiterkommen und am Ende auch für den Stanley Cup notwendig sein. Einzig in der ersten Runde, die es in diesem Jahr wegen des auf 24 Teams erweiterten Formats gibt, reichen einer Mannschaft drei Siege. Das teilte die stärkste Eishockey-Liga der Welt am Donnerstag mit.

Die Paarungen sollen über ein Setzliste definiert und nicht ausgelost werden. Die NHL hatte sich in der vergangenen Woche für einen Abbruch der Hauptrunde entschieden und will die Saison nach der Corona-Pause mit den Playoffs fortsetzen.

Liga-Boss Gary Bettman hatte betont, dass weder die beiden Orte noch der Zeitpunkt für die Playoffs schon feststünden und von der weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie abhängig seien. Klar sei nur, dass es zwei Standorte geben wird und zehn Städte zur Auswahl stehen. Frühestens am 1. Juli dürfen Mannschaften in Trainingslager gehen. (dpa)

Basketball: Fortsetzung der NBA-Saison wohl auf dem Gelände des Disney-Land

In der NBA läuft alles auf eine Fortsetzung der Saison mit 22 Teams hinaus. Laut US-Medienberichten vom Donnerstag stimmten die Besitzer der 30 Mannschaften für den von der stärksten Basketball-Liga der Welt ausgearbeiteten Plan. Zustimmen muss nun noch die Spielergewerkschaft, erwartet wird diese Entscheidung am Freitag.

Nach Informationen von ESPN stimmten 29 Besitzer für den Plan, mit den jeweils besten acht Teams der Eastern und Western Conference die wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison fortzusetzen. Dazu kommen den Angaben zufolge New Orleans, Portland, San Antonio, Sacramento, Phoenix und Washington - alles Mannschaften, die normalerweise noch die Playoff-Ränge in Reichweite gehabt hätten.

Vorbehaltlich einer erwarteten Einigung mit dem Disney-Konzern würden alle Teams im Juli auf das Gelände von Disney World in Orlando ziehen und dort in einer grossen Quarantäne leben und die Saison beenden. (dpa)

Im Gespräch für ein Turnier unter Quarantäne: Das Disneyland in Florida.
Bild: Keystone
Fussball: Werner und Chelsea sind sich offenbar einig

Im Poker um die Zukunft von Timo Werner steht eine überraschende Wende kurz bevor. Nach übereinstimmenden Informationen der «Bild»-Zeitung und des Fachmagazins «Kicker» hat sich der Leipziger Top-Stürmer zu einem Wechsel nach dieser Saison zum FC Chelsea entschieden. Bisher galt der Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp als Favorit, falls Werner RB Leipzig verlassen sollte. Der 24-Jährige hat bei den Sachsen noch einen gültigen Vertrag bis 2023. Bereits im vergangenen Monat hatte Werner erklärt, dass ihn ein Wechsel ins Ausland reize.

Nun soll er beim Premier-League-Club Chelsea anheuern, einen Vertrag bis 2025 unterschreiben und dafür pro Jahr mehr als zehn Millionen Euro kassieren, berichtet «Bild online» am Donnerstagabend. Trainer Frank Lampard sei ein grosser Fan des Stürmers. Das Interesse des FC Liverpool solle erkaltet sein.

Werner kann in diesem Sommer eine Ausstiegsklausel von knapp unter 60 Millionen Euro ziehen. Der Transfer soll nach «Kicker»-Informationen «in der kommenden Woche finalisiert werden». Im Gegensatz zum FC Liverpool, wo auch Jürgen Klopp um Timo Werner warb, ist der Tabellenvierte der Premier League offenbar bereit, diese Summe zu bezahlen, berichtet das Magazin. (dpa)

Fussball: FCB-Spielerin wechselt zu Bayer Leverkusen

Die Schweizer Nationalspielerin Lara Marti wechselt vom FC Basel zu Bayer Leverkusen. «Bayer 04 bietet mir eine grossartige Chance, mich sportlich, aber auch persönlich weiterzuentwickeln. Es ist eine tolle Herausforderung, die ich glücklich annehme», sagt die 20-jährige Baslerin zu ihrem Wechsel in die Bundesliga.

Beim Werksclub erhält Marti einen 2-Jahresvertrag. «Lara Marti ist eine technisch versierte Spielerin. Sie ist sehr talentiert und entwicklungsfähig. Wir können sie variabel einsetzen als defensive Aussenspielerin – aber auch in der Offensive hat sie sehr gute Qualitäten nach vorne», sagt Trainer Achim Feifel über seinen Neuzugang.

Marti gab beim FCB 2017 ihr Profidebüt. Zwei Jahre später folgte das erste Aufgebot für die A-Nationalmannschaft. (ete)

Lara Marti (r.) wechselt von Basel zu Leverkusen in die Bundesliga
Lara Marti (r.) wechselt von Basel zu Leverkusen in die Bundesliga
Bild: Keystone
Tennis: Nadal glaubt noch nicht an US-Open

Der spanische Tennisstar Rafael Nadal glaubt aufgrund der Coronavirus-Krise aktuell nicht an die Austragung der US Open im September. «New York ist einer der Orte, der sehr stark vom Virus betroffen ist. Also müssen wir abwarten», sagte der Weltranglisten-Zweite aus Spanien in einer Videoschalte mit der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Nach aktuellem Plan der Veranstalter soll das Turnier unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen vom 31. August bis 13. September in Flushing Meadows gespielt werden.

Nach Nadals Ansicht müssten zwei Voraussetzungen erfüllt sein, damit das Grand-Slam-Turnier stattfinden kann. «Wir können nicht zurückkehren, bis die Situation in Bezug auf die Gesundheit völlig sicher ist», sagte der Sandplatz-Spezialist. Zudem müsse garantiert sein, dass jeder Spieler international fliegen könne.

Die globale Tennis-Szene pausiert derzeit noch mindestens bis zum 31. Juli. Die French Open, die normalerweise momentan in Paris gespielt würden, sind zunächst auf September/Oktober verschoben, Wimbledon wurde komplett abgesagt. Nadal selbst hat laut eigener Aussage zwei Monate während der Corona-Pandemie auf das Tennisspielen verzichtet. Erst seit kurzem stehe er wieder auf dem Platz. «Ich gehe sehr langsam, Schritt für Schritt, spiele nicht jeden Tag und trainiere nicht viel», sagte der 19-malige Grand-Slam-Sieger. (dpa)

Sieger 2019: Rafael Nadal ist skeptisch, was eine Durchführung der US Open im September anbelangt.
Sieger 2019: Rafael Nadal ist skeptisch, was eine Durchführung der US Open im September anbelangt.
Keystone
Turnen: Männer- und Frauen-EM in Baku

Die im Frühjahr verschobenen Turn-Europameisterschaften der Männer und Frauen werden im Dezember nachgeholt. Wie der europäische Turnverband UEG am Donnerstag mitteilte, werden die Titelkämpfe der Männer vom 9. bis 13. Dezember und die der Frauen vom 17. bis 20. Dezember in Aserbaidschans Hauptstadt Baku stattfinden.

Ursprünglich war die EM der Frauen Anfang Mai in Paris geplant, die der Männer Ende Mai in Baku. Bei den Titelkämpfen geht es auch noch um Qualifikation für die auf 2021 verlegten Olympischen Spielen in Tokio. Die europäischen Titelkämpfe in der Rhythmischen Sportgymnastik werden nach dem neuen Plan vom 26. bis 29. November in Kiew ausgetragen.

Die UEG halte es derzeit für möglich, diese Veranstaltungen noch in diesem Jahr zu organisieren, sagte UEG-Präsident Farid Gayibow. Die Föderation werde «die Situation jedoch in den nächsten Monaten weiter bewerten. Sollte die Situation zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr als sicher genug angesehen werden, werden wir entsprechend reagieren», sagte der Aserbaidschaner. (dpa)

Der Schweizer Kunstturner Oliver Hegi. (Bild: Keystone)

Fussball: Fans halten Abstand in Stadion nicht ein

Mit Gesang, Trommeln und einigen (zu) locker durchgesetzten Distanzierungsregeln fühlte sich der ungarische Cupfinal vom Mittwochabend fast wie ein normales Fussballspiel an. Die Partie, die der Budapester Club Honvéd 2:1 gegen Aussenseiter Mezokovesd gewann, war seit dem Coronavirus das erste grosse Spiel in Europa, das vor zahlenden Zuschauern ausgetragen wurde. Rund 10000 Fans durften den Final in der eigentlich 65000 Zuschauer fassenden Arena mitverfolgen. Die Regeln sahen Temperaturkontrollen ausserhalb des Stadions, das obligatorische Tragen von Masken und die Einhaltung eines Abstands von vier Sitzplätzen zwischen den Zuschauern vor – viele Fans vergassen dies aber schnell, sobald sie einmal im Stadion waren. Zahlreiche Anhänger ignorierten ihre Ticketnummern und versammelten sich hinter den beiden Toren. Nach Abpfiff sprangen dann Hunderte von Honved-Fans auf und jubelten in unmittelbarer Nähe zueinander. Über Konsequenzen ist noch nichts bekannt. (lai)

Der Abstand von vier Sitzen wird nicht eingehalten.
Der Abstand von vier Sitzen wird nicht eingehalten.
Foto: Keystone
Rad: Küng hält Team die Treue

Stefan Küng fährt noch längere Zeit für Groupama-FDJ. Der 26-jährige Thurgauer Zeitfahrspezialist hat den Vertrag mit dem französischen Profi-Radsportteam bis 2023 verlängert. «Als wir uns darüber unterhalten haben, waren wir uns schnell einig», sagt Küng, der seit 2019 für die Franzosen fährt. Ebenso die Verträge um drei Jahre verlängert haben die französischen Fahrer Thibaut Pinot, Arnaud Démare und David Gaudu. (heg)

Fussball: Ein Cupviertelfinal steigt bereits in zehn Tagen

Ursprünglich sollten alle Cupviertelfinals erst im August gespielt werden, doch die Partie Lausanne-Sport - Basel wird nun vorgezogen. Dieses Duell wird bereits am Sonntag, 14. Juni, um 16.00 Uhr über die Bühne gehen und wird damit das erste Livespiel in der Schweiz seit über drei Monaten. Die Super League startet erst eine Woche später. Grund für die Vorverschiebung ist eine allfällige Terminüberschneidung mit der Europa League, in welcher der FCB noch vertreten ist, teilte der Schweizerische Fussballverband am Donnerstag mit. Die Partie findet natürlich ebenfalls ohne Publikum statt, wird aber live auf SRF übertragen. Die bereits verkauften Tickets werden zurückerstattet. (lai)

Olympia: Simplere Spiele stehen bevor

Tokios Gouverneurin Yuriko Koike hat erklärt, dass es wegen der Corona-Krise notwendig sein könnte, im nächsten Jahr «simplere» Olympische Spiele zu veranstalten. Die Organisatoren würden bereits jetzt über mögliche Änderungen diskutieren. «Die Durchführung der Spiele erfordert Sympathie und Verständnis der Einheimischen», sagte Koike. «Dafür müssen wir rationalisieren, was rationalisiert werden muss, und vereinfachen, was vereinfacht werden muss.» Wie verschiedene Medien berichteten, sollen beispielsweise alle Zuschauer (zusätzlich zu den Athleten und Personal) auf Corona getestet werden und die Bewegung in und aus dem Dorf der Athleten soll eingeschränkt werden. (lai)

Stehen «neue» Olympische Spiele bevor?
Stehen «neue» Olympische Spiele bevor?
Foto: Keystone
Fussball: Völler will Hygienekonzept nachjustieren

Leverkusen-Sportchef Rudi Völler wünscht sich eine Nachjustierung beim Hygiene- und Sicherheitskonzept in der Bundesliga. «Mittlerweile ist es schwer nachvollziehbar, dass Menschen in Cafés ohne Mundschutz ihren Cappuccino trinken dürfen, während unsere Co-Trainer, die Ersatzspieler und wir Offiziellen auf der Tribüne mit grossem Abstand und an der frischen Luft noch eine Maske tragen müssen», sagte der 60-Jährige in einem Interview der «Bild». Das vorliegende Konzept sei vor sechs Wochen geschrieben worden, «als die Zahlen viel dramatischer waren». (dpa)

Fussball: Sion beantragt Untersuchung gegen Liga

Dass Christian Constantin mit dem Entscheid nicht ganz so glücklich ist, dass die Super League zu Ende gespielt wird, war bereits bekannt. Nun informiert die Swiss Football League (SFL), dass Sion bei der Wettbewerbskommission eine Untersuchung gegen die SFL beantragt hat. «Der Club fordert eine Untersuchung gegen die SFL wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Zudem soll mittels einer provisorischen Verfügung die Wiederaufnahme der Meisterschaft 2019/20 untersagt werden», schreibt die Liga in ihrem Communiqué. Weitere Auskünfte erteilt die SFL zum laufenden Verfahren nicht. Am vergangenen Freitag stimmten 17 zu 2 Vereine (bei einer Enthaltung) für die Wiederaufnahme der Super- und Challenge League. (fas)

Fussball: Okafor trifft für Salzburg

Gelungene Rückkehr nach der Corona-Pause für Red Bull Salzburg und Noah Okafor. Der Schweizer Nationalstürmer wurde in der 86. Minute beim Stand von 1:0 für sein Team gegen Rapid Wien eingewechselt, in der Nachspielzeit erzielte er dann das erlösende 2:0. «Es sind drei wichtige Punkte, noch schöner wäre es gewesen, wenn das Stadion voll gewesen wäre. Das 2:0 wichtig, weil spiel doch auf der Kippe stand», sagte Okafor kurz nach Spielschluss gegenüber «ORF 1». Dank dem Sieg bleibt Salzburg in der Finalrunde mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Wolfsberger AC an der Tabellenspitze. (fas)

Fussball: Hütters Frankfurt gewinnt deutlich

Werder Bremen hat im Abstiegskampf der Fussball-Bundesliga wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zuletzt sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen verloren die Bremer am Mittwoch das Nachholspiel gegen das vom früheren YB-Trainer gecoachten Adi Hütter Eintracht Frankfurt mit 0:3 (0:1). Mit 25 Punkten hat die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt als Tabellen-17. weiter zwei Zähler Rückstand auf Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz. Die Eintracht, für die André Silva (61. Minute) und der erst Sekunden zuvor eingewechselte Stefan Ilsanker (81., 90.) trafen, machte durch den zweiten Sieg innerhalb von fünf Tagen dagegen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. (dpa)

Fussball: Keine Strafen für protestierende Bundesliga-Spieler

Die Fussballprofis, die in der Bundesliga öffentlich gegen Rassismus protestiert hatten, werden vom DFB nicht bestraft. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fussball-Bundes entschied, dass keine Verfahren gegen Jadon Sancho und Achraf Hakimi von Borussia Dortmund sowie Weston McKennie vom FC Schalke 04 und Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach eingeleitet werden. Sie hatten durch verschiedene Aktionen und Gesten auf dem Rasen am Pfingstwochenende gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA protestiert. (dpa)

Jadon Sancho protestierte mit Hilfe seines Shirts.
Jadon Sancho protestierte mit Hilfe seines Shirts.
Foto: Keystone
Fussball: Akanji verstösst gegen Corona-Regeln

Die Regeln sind ebenso strikt wie klar: «Keine Kontakte zur Nachbarschaft oder zur Öffentlichkeit. Im Haus/in der Wohnung bleiben. Keine Besuche empfangen.» Das besagt das Papier, indem die Corona-Richtlinien der Deutschen Fussball-League (DFL) festgehalten sind. Nun, einige BVB-Profis hielten sich nicht daran. Unter anderem Manuel Akanji, der ebenso wie Jadon Sancho, Dan-Axel Zagadou, Axel Witsel, Raphäel Guerreiro und Thorgan Hazard den Star-Coiffure Winnie Nana Karkari kommen liess. Dieser stellte später einige Fotos auf Instagram, auf denen er ohne Mundschutz zu sehen ist. Klar, dass sie bei Dortmund verärgert sind. Gegenüber der «Bild» sagte ein Sprecher des Vereins: «Es ist ganz normal, dass auch unsere Jungs sich nach all den Monaten mal die Haare schneiden lassen müssen Aber was natürlich gar nicht gehen würde, wäre, dass das beidseitig in der vergangenen Woche ohne Maske erfolgt ist. Das werden wir unseren Spielern noch einmal sehr, sehr deutlich in Erinnerung rufen.»

Der Friseur selber verteidigte sich gegenüber dem Boulevardblatt auf Anfrage: «Ich habe die Maske nur für das Foto abgenommen, ansonsten alle Hygiene-Massnahmen eingehalten. Ich desinfizierte jede Maschine vor jedem Kunden, schneide auch unabhängig von Corona immer mit Handschuh – und bin sehr, sehr pingelig.» Weil die geposteten Fotos diese penible Vorsicht nicht widerspiegeln, könnte den Fussballern nun eine Strafe drohen. (fas)

Eishockey: ZSC gegen Underdog, Heikle Aufgabe für Zug

Der Name ist wenn überhaupt Insidern ein Begriff: Sönderjyske Vojens. So heisst das dänische Team, das die ZSC Lions im Sechzehntelfinal der Champions Hockey League fordert. Schwieriger scheint die Aufgabe für den EV Zug, der auf Skelleftea aus Schweden trifft. Ausserdem trifft Davos auf die Vienna Capitals, Biel muss gegen das südtiroler Bozen ran und Genève-Servette spielt gegen die Straubing Tigers.

Die Hinspiele finden am 6. und 7. Oktober statt, die Rückspiele eine Woche später. (fas)

Fussball: Maradona verlängert

Der ehemalige Fussball-Weltmeister Diego Maradona hat seinen Vertrag als Trainer von Argentiniens Erstligist Gimnasia y Esgrima La Plata bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Das teilte der Club am Mittwoch mit. Der 59-Jährige hatte den Verein im vergangenen September auf dem letzten Tabellenplatz übernommen und musste mit dem Club in die Abstiegs-Relegation. Die Relegationsspiele wurden wegen der Coronavirus-Pandemie jedoch abgesagt. (dpa)