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Ergebnisbericht liegt vorSozialdienste sollen effizienter arbeiten können

Eine Prozess- und Organisationsanalyse bei sieben Sozialdiensten des Kantons Bern hat Verbesserungspotenzial ans Tageslicht gebracht.

Der Sozialdienst Köniz (im Bild der Leiter Daniel Läderach) gehörte zu den am Pilotversuch beteiligten Diensten.
Der Sozialdienst Köniz (im Bild der Leiter Daniel Läderach) gehörte zu den am Pilotversuch beteiligten Diensten.
Foto: Nicole Philipp

Die 66 Sozialdienste im Kanton Bern sollen mit möglichst tiefen Kosten die bestmöglichen Wirkung erzielen. Wie dieses Ziel erreicht werden könnte, zeigt der am Donnerstag publizierte Sozialrevisoratsbericht.

Im Auftrag des Kantons nahmen die Wirtschaftsprüfer der KPMG sieben Sozialdienste unter die Lupe. Für den Pilotversuch ausgewählt wurden die Sozialdienste Bolligen, Brügg, Burgdorf, Interlaken (Region Jungfrau), Köniz, La Neuveville und Sigriswil.

Sie alle machten freiwillig mit. Insgesamt hatte fast die Hälfte der 66 Sozialdienste Interesse am Pilotversuch bekundet.

Fazit der externen Prüfer: Der Professionalisierungsgrad ist in der Regel hoch. Verbesserungen sind möglich bei der Wirtschaftlichkeit und der Effizienz der Sozialdienste, aber auch bei der Harmonisierung der Aufsicht und bei der Prüfung von einheitlichen Kontrollstandards.

Die Wirtschaftsprüfer nennen in ihrem 41-seitigen Bericht eine Reihe von Massnahmen, die sich sowohl für die Gemeinden als auch für den Kanton positiv auswirken sollen. Die Sozialdirektion von Pierre Alain Schnegg (SVP) teilte mit, sie werde nun eine Priorisierung der Massnahmen vornehmen.

In den letzten Jahren hätten Kanton und die Sozialdienste bereits gemeinsame Anstrengungen zur Steigerung der Kosteneffizienz unternommen, hält die Direktion fest. Trotzdem waren die Kosten der Sozialhilfe zuletzt steigend.

Das zeigen die jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2018. Damals stiegen die Kosten in der Sozialhilfe um 0,6 Prozent auf 471 Millionen Franken – obwohl weniger Personen Sozialhilfe bezogen. Insgesamt wurden 44'936 Menschen im Kanton Bern von der Sozialhilfe unterstützt.

SDA