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Rezept oder Beipackzettel?

Ein Blick ins Kochbuch-Regal macht schon fast Bauchweh, so gesund klingt alles. Wenn Rezepte zum Rezept werden.

Manche Kochbücher überfüttern die Leser geradezu mit Infos zur Wirkung von Nahrungsmitteln: Essen soll gesund machen. Foto: Plainpicture/Sennaa
Manche Kochbücher überfüttern die Leser geradezu mit Infos zur Wirkung von Nahrungsmitteln: Essen soll gesund machen. Foto: Plainpicture/Sennaa

Vorletztes Jahr wars der Darm. 2018 das Glück. Und dieses Jahr: die Gesundheit generell. Worum es geht, fragen Sie? Ums Lieblingsthema der Kochbuchverlage.

Zur Veranschaulichung: Der «süsse Wurzel-Cake» besteht aus Haferflocken, Leinsamen, Eiern, Pülverchen wie Vanille, Zimt oder Kardamom und Wurzelgemüse. Randen. Pastinaken. Oder Karotten. Es ist die hiesige Variante des Bananencakes, das steht beim Rezept, das im Buch «Essen, geniessen, gesund bleiben. Ernährung als Medizin» (AT-Verlag) zu finden ist. Löblich, die Berücksichtigung der regionalen Küche, die simple Zubereitung und unkomplizierte Zutatenliste. Der Kuchen enthält viel Vitamin C und liefert dank der Pastinaken eine Menge Pflanzenfasern, die die positiven Darmbakterien «füttern», auch das erfährt, wer den Begleittext liest. Ernsthaft? Wer will so was wissen?

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