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Bauernpräsident will einen Deal mit den Grünen

Markus Ritter denkt an eine überraschende Agrar-Allianz und verteidigt die umstrittenen Mittel der Agrochemie und Masthallen, obwohl er Biobauer ist.

Mischa Aebi, Denis von Burg
«Die Tiere haben bei uns praktisch Familienanschluss»: Markus Ritter, 52, mit einer seiner 26 Kühe. Foto: Daniel Ammann
«Die Tiere haben bei uns praktisch Familienanschluss»: Markus Ritter, 52, mit einer seiner 26 Kühe. Foto: Daniel Ammann

Markus Ritter, Präsident des mächtigen Bauernverbandes, sitzt gedankenverloren auf einer Sitzbank. Geduldig wartet er auf die Journalisten. Kaum hat er sie erblickt, springt er auf, grüsst freundlich und zettelt sofort eine Diskussion an. Ritter führt einen idyllischen Bio-Bauernhof im St. Galler Rheintal. Er spricht schnell und viel, auch über den eigenen Betrieb, aber noch lieber über neue Ideen des Bundesrates, die ihn «fertig machen». Fast alle Antworten kommen wie aus der Kanone geschossen, obwohl er nicht selten einen Spagat machen muss, zwischen seinen Idealen als Biobauer und der Ausrichtung des Bauernverbandes. Ritter ist ein begnadeter Rhetoriker. Praktisch im selben Atemzug kann er grüne Politiker rühmen, und giftige Pestizide verteidigen.

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