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Wer ist die Liebste im ganzen Land?

Heute ist Stepmother’s Day – zumindest in den USA. Von so viel Wertschätzung können Stiefmütter hierzulande nur träumen. Eine neue Bewegung will das ändern.

Illustration: Corinna Staffe

Illustration: Corinna Staffe

In den USA gilt der dritte Sonntag im Mai seit den Nullerjahren als Stiefmuttertag. Es handelt sich zwar um keinen offiziellen Feiertag, doch steht er zumindest für den Willen, die grossen Leistungen der Stiefmütter anzuerkennen. Und nein, nicht die Grusskartenindustrie steckt hinter der Idee, sondern ein neunjähriges Mädchen, das seiner heiss geliebten Stiefmutter einen Ehrentag schenken wollte. Lizzie Capuzzi schrieb deshalb zusammen mit ihrer «Vize-Mom» Joyce Capuzzi einen Brief an den republikanischen Abgeordneten Rick Santorum. Dieser präsentierte den Vorschlag dem Kongress und machte ihn so landesweit bekannt. Allerdings stehen auch in den Vereinigten Staaten die Mütter hierarchisch klar über den Stiefmüttern: Zuerst kommt der Muttertag, der Stiefmuttertag folgt eine Woche später. Dass Stiefmütter in der Schweiz gar nicht gefeiert werden, ist symptomatisch und hat viel mit unserem althergebrachten Mutterbild zu tun: Nur sie allein könne ihre Kinder wirklich lieben, so die tief in unseren Köpfen verankerte ­Vorstellung.

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