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So spielte Peter Spuhler für seine Kunden die Bank

Der Unternehmer zahlte der estnischen Staatsbahn 96 Millionen Euro und einer Bahn in Schweden 90 Millionen Franken. Auch nach Österreich floss Geld.

Gewährte einigen Kunden Finanzspritzen: Peter Spuhler. Foto: Keystone
Gewährte einigen Kunden Finanzspritzen: Peter Spuhler. Foto: Keystone

Mindestens dreimal sprang Peter Spuhler mit eigenem Geld ein, als Bahnfirmen bei Stadler Rail Züge kaufen wollten, aber die nötigen Finanzmittel nicht hatten. «Auf diese Weise bin ich zum Inhaber von drei Zugflotten geworden», sagt der Unternehmer im Interview.

Dokumente zeigen, wie das im Detail ging: Am 28. Juni 2012 gründete Spuhler am Sitz seiner privaten PCS Holding in Frauenfeld die Estonia Train Finance AG. Diese bezweckt, in Estland Finanzierungs- und Leasinggeschäfte «im Zusammenhang mit dem Kauf, Verkauf, Verleasen, Finanzieren oder Refinanzieren von mobilen Objekten im Bereich Rollmaterial» durchzuführen. Was das im Klartext heisst, geht aus dem Thurgauer Handelsregister hervor. Dort steht, dass Stadler Rail der estnischen Staatsbahn Elektriraudtee 20 dieselelektrische Triebzüge des Typs Flirt zu einem Preis von 96 Millionen Euro verkaufte. Diese gingen in den Besitz von Spuhlers Estonia Train Finance über, da Spuhler der Bahn eine entsprechende Finanzspritze gewährte.

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