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Schwere Vorwürfe gegen Unfallfirma von Budapest

Die Schweizer Betreiberin Viking lasse ihre Mitarbeiter bis zu 16 Stunden am Stück arbeiten, sagt ein ehemaliger Angestellter.

Peter Burkhardt
Der Kapitän wurde mittlerweile verhaftet: Die Viking ­Sigyn nach der Kollision in Budapest. Foto: Keystone
Der Kapitän wurde mittlerweile verhaftet: Die Viking ­Sigyn nach der Kollision in Budapest. Foto: Keystone

Am Mittwochabend rammte das Kreuzfahrtschiff Viking ­Sigyn auf der Donau in der ungarischen Hauptstadt Budapest ein Ausflugsboot und versenkte es. Bisher wurden nur 7 der 35 Insassen gerettet. 21 werden noch immer vermisst – es ist unwahrscheinlich, dass noch jemand lebend geborgen werden kann.

Nun erhebt ein ehemaliger Mitarbeiter schwere Vorwürfe gegen die in Basel ansässige Betreiber­gesellschaft Viking River Cruises, der das 135 Meter lange Schiff gehört. Pál Kovács (Name geändert), ein in Budapest wohnender Ungar, der bei Viking von 2013 bis 2016 als Matrose auf den Strecken Amsterdam–Basel (Rhein) und Amsterdam–Budapest (Rhein–Main–Donau) arbeitete, sagt der SonntagsZeitung, die im Arbeitsvertrag verankerte wöchentliche Arbeitszeit von vierzig Stunden sei nie eingehalten worden. «Wir haben sie immer überschritten. Es ist gang und gäbe auf sämtlichen Schiffen.»

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