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«Verweigerer einer gemeinsamen Idee»

Die Reaktionen der Leser.

Kinder in der Freilernschule Dandelion. Foto: Joseph Khaskouri
Kinder in der Freilernschule Dandelion. Foto: Joseph Khaskouri

SP organisiert Urabstimmung über AHV

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Wenn man die Jungen mit 70 Franken mehr Rente ködert und die Alten, Verheirateten weiterhin verfassungswidrig diskriminiert, so nennt man das bei uns in der Schweiz «Rentenreform». Richtig? Erwin Müri, Feldmeilen ZH

P.S. Jetzt mischen wir uns auch ein

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Ein wichtiges Detail fehlte noch in Ihrer Glosse: Ausgerechnet die Niederländer haben im 17. Jahrhundert die Tulpen aus der Türkei importiert und damit dicke Geschäfte gemacht, bis heute . . ., was sind die türkischen Strände gegen die riesigen Tulpenfelder in den Niederlanden? Gisela Hediger, Lausanne

Die Besserwisser

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Die Privatschulen, in denen die Schüler selber entscheiden, ob, was und wie sie lernen wollen, könnten bald Konkurrenz von der staatlichen Volksschule bekommen. In den «Grundlagen für den Lehrplan 21» ist als alleinige Methode die Kompetenzorientierung nach Weinert/OECD vorgeschrieben. Die Kompetenzorientierung auf der Unterrichtsebene ist das «selbst gesteuerte oder selbst organisierte Lernen», bei dem der Klassenunterricht abgeschafft und der Lehrer aus dem Lernprozess gedrängt wird. Ist der Lehrplan 21 in der Volksschule eingeführt, können sich die Eltern die Ausgaben für die Privatschulen sparen. Ist das bewährte Bildungs-Porzellan einmal zerschlagen, sinkt die Bildungsqualität allerdings unwiderruflich auf billiges Plastik-Niveau! Pisa 2018 lässt grüssen! Peter Aebersold, Zürich

Ich bin mit Herzblut ein Vertreter der Volksschule und damit auch dem Grundsatz dieses Modelles der Demokratie verpflichtet. Wir alle haben uns zu dieser Art Lernvermittlung entschieden und damit als kleiner Staat äusserst viel erreicht. Dass es dabei Fehler und Lücken gibt, ist normal. Diese zu beheben und neue, kreative Lösungen zu finden, gehört zum Alltag. In der Volksschule geht es neben der Wissensvermittlung aber auch um das Weitergeben von sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen In­halten, die unser gemeinsames Leben in der Schweiz prägen. Gründen nun alle ihre eigene Schule, weil das einerseits im Trend liegt, anderseits auf dem Glauben beruht, dass die Volksschule zu viele Fehler macht und sie dem individuellen Anspruch des eigenen Kindes nicht gerecht wird, so verhalten wir uns eben indirekt wie Verweigerer einer gemeinsamen Idee.Martin Jany, Hinwil ZH

Es ist gut und ihr Recht, wenn Eltern Privatschulen gründen. Dennoch zeigt sich im Artikel, dass an diesen Privatschulen wie an den öffentlichen Schulen etwas sehr wichtiges nicht beachtet wird. Wer Lesen oder Rechnen lernen will, muss aufmerksam sein. Wer nicht aufmerksam ist, wird nichts lernen.Alex Calliari, Steinhausen ZG

Was für ein Murks! Das können wir doch besser

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Entweder erhöhen wir das Renten-Eintrittsalter möglichst rasch auf mindestens 67 Jahre, oder die AHV ist in kurzer Zeit am Ende; denn die vom Parlament am 17. März knapp beschlossene sogenannte Reform ist keine Reform, sondern der direkte Weg in den Untergang der AHV, dieses wichtigen Sozialwerks. Dass ein Gewerkschafter dies nicht einsehen will und ein Renten-Eintrittsalter 67 plump als «Blödsinn» qualifiziert, ist ein ­Armutszeichen. Hanspeter Bornhauser, Bottmingen BL

Graue Wölfe radikalisieren Kinder in Schweizer Moscheen

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Sie heulen wieder (oder leider noch). Entstand dieses Foto tatsächlich in einer Moschee in Basel? Scheinbar scheint dies niemanden zu stören, dass hier lebende Kinder zu islamisch-faschistischer Ideologie getrimmt werden. Wo leben wir eigentlich? Wir warten ab und schauen zu, bis es irgendwann zu spät ist. In Deutschland wird gewarnt und hier wird geschlafen. Der Inhalt dieses Artikels ­erweckt Unverständnis und Angst, vor allem wenn bereits unschuldige, kleine Kinder involviert sind. Isabelle Scherrer, Basel

Ärzte, verschreibt mehr Bewegung

SonntagsZeitung vom 19. 3. 2017

Zu Recht fordert die Wissen-Redaktorin Frau Fossgreen von der Bevölkerung mehr Bewegung. Da rennt sie bei den meisten Hausärzten offene Türen ein – leider ist es nicht getan mit einer Aufforderung an die Ärzte: «Verschreibt mehr Bewegung». Wahrscheinlich hat Frau Fossgreen den treffenden Artikel des Psychologen Jörg Rieskamp in der gleichen SZ-Ausgabe auf Seite 3 nicht gelesen. Sonst hätte sie ihren Standpunkt anders formuliert, denn der Psychologe weist darin auf folgendes hin: «Man weiss, was richtig wäre, aber man ist zu schwach für die Umsetzung.» Das gilt nicht nur fürs Sparen, Abnehmen oder den Alkohol- und Nikotinkonsum, sondern eben auch für die Bewegungsarmut. Eine «Verschreibung» quasi auf Rezept wird solange ohne Erfolg bleiben, bis die Einsicht des Benefits oder Gewinns der Anstrengung für das Individuum einsichtig wird. Das zu ver­mitteln, ist die Aufgabe des Haus- und Familienarztes, und eine «Verschreibung» auszuhändigen, ist es nicht. Urs Keller, Sargans GR

Achtung, rasender Rentner!

SonntagsZeitung vom 19.03.2017

Obwohl ich keine E-Bike-Besitzerin und etwa zehn Jahre vom Rentenalter entfernt bin, bin ich enttäuscht vom tendenziösen Rentnerbashing-Beitrag von Nadja Pastega. Sie schreibt, dass ein Viertel der Unfälle mit E-Bikes von Fahrer(innen) im Rentenalter verursacht werden. Ja? Und? Wie sähe denn die Statistik aus, wenn die Unfallzahlen in Relation mit der Demografie in der Schweiz und dem Alter der E-Bike-Besitzer(innen) gebracht würden? Wären das zu viele Dimensionen zu verarbeiten? Die zusätzlichen Fragestellungen würden lauten: Wie gross ist der Bevölkerungsanteil von Pensionsempfängern? Welche Altersgruppen sind vor allem im Besitz von E-Bikes? Ausserdem sehe ich junge Leute, die physisch, motorisch und/oder mental nicht mit sportlichen Rentner(innen) mithalten können. Pensionisten müssen für viele soziale Probleme den Kopf hinhalten. Es wird Zeit, dass wir endlich diese Spaltung von Altersgruppen stoppen und solch tunnelartige Betrachtungen einer Situation aufbrechen. Hildegard Widmer, Zürich

Das Stirnrunzeln verschwindet, wegen Botox

SonntagsZeitung vom 19.03.2017 Die im Bericht erwähnte Studie, dass Gebotoxte sich nicht in Mitmenschen einfühlen können, existiert wirklich. Aber die Autoren sagen selber, dass es kaum am Botox liege. Diese Menschen hatten schon vor der Injektion weniger Mitgefühl. Darum können sie auch verdrängen, dass Botox mit sehr viel Tier-Leid verbunden ist, da noch heute viele Produktions-Chargen mit besonders grausamen Letal-Dosis-Tierversuchen getestet werden, obwohl Alternativmethoden existieren. Renato Werndli, Eichberg SG

100 Chinesen und der linke Zahn Buddhas

SoZ vom 12.03.2017

Ich bin entsetzt über die Wortwahl von Chris Winteler. Meint die Autorin hier wirklich Menschen? So spricht man über Tiere, aber nicht über Bewohner eines Landes. Ich hoffe, das wiederholt sich nie mehr. «Ein drahtiges Männchen, bekleidet nur mit einem Schurz um die Hüfte, klettert flink den langen Stamm der Palme hoch, holt Kokosnüsse herunter, schlägt sie auf und reicht sie dem Gast.» Zita Amrein, Zürich

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