Zum Hauptinhalt springen

«Wölfli ist ein Sportler der alten Schule»

Die Reaktionen der Leser.

«So sieht ein Vorbild für unsere Jugend aus!», schreibt Hanspeter Schmutz aus Basel über den Berner Meistergoalie Marco Wölfli (links).
«So sieht ein Vorbild für unsere Jugend aus!», schreibt Hanspeter Schmutz aus Basel über den Berner Meistergoalie Marco Wölfli (links).
Christian Pfander

P.S. Jewing Gum

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Ich finde die Glosse von Peter Schneider nicht lustig oder unterhaltend, sondern eher konfus und sarkastisch, zuweilen ärgerlich. Der Mann würde besser bei seinen Ratschlägen an anderer Stelle bleiben.Peter Senn, Auslikon ZH

Mehr Geld für die Integration von Flüchtlingen

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Aber sparen und kürzen bei unseren Rentner und IV Bezüger, die jeden Rappen umdrehen müssen? Dieses Ansinnen kann nicht akzeptiert, schon gar nicht verstanden werden! Unsere Bürger werden diskriminiert, haben erschwerten Zugang zu einer rechten Arbeitsstelle, oft altersbedingt, müssen sich demütigen lassen vom Staat, wenn sie Beihilfe beantragen müssen, aber zusätzliche Millionen für Asylsuchende sind vorhanden für eine schnellere Integration, das ist ein Hohn für unsere integrierten Schweizer, die nicht alle auf Rosen gebettet sind. Zuerst haben ganz klar unsere Leute das Recht auf Arbeit, vor allem das Recht zur fairen Unterstützung, wenn schon! Aber nein, genau da möchte man Kürzungen vornehmen, so dass vielen nur noch das Auswandern oder Suizid als Alternative bleibt. Wen wundert es, wenn Wut auf den Staat und anderen Bevorteilten zusehends heftiger wird, diese Ungerechtigkeiten werfen kein gutes Licht auf den vielgerühmten sozial Staat Schweiz, sie wird zum Bumerang.Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Einsamkeit im Morgengrauen

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Vielen Dank, dass Sie unserem schönen Untersee eine Seite gewidmet haben. Leider hat sich in dem Artikel ein Fehler eingeschlichen. Königin Hortense auf Arenenberg hatte keine Tochter Eugénie, nur einen Bruder Eugéne. Ihr jüngster Sohn Louis Napoleon, späterer Kaiser Napoleon III, heiratete 1853 die spanische Gräfin Eugénie de Montijo, welche 1906 den Arenenberg dem Kanton Thurgau schenkte und so das heutige Museum möglich machte. Herr Dominik Gügel der Kurator des Museums hätte Ihnen auf Anfrage sicher gerne die nötigen Informationen gegeben.Beate Mendelin, Kreuzlingen ZH

Kuwait Airways setzt Anti-Israel Regel durch

SonntagsZeitung vom 22. 4. 2018

Offenbar ist Islamkritik «in». Anstatt dass Autor Simon Widmer über Diskriminierung der Palästinenser im besetzen Gebieten schreibt (das braucht Mut), schreibt er über Einzelfälle von Fluggästen. Gericht in Frankfurt am Main hat entschieden, dass keine Diskriminierung vorliegt. Journalist Widmer kann auch Amnesty International Report 2016/2017 lesen und SZ publizieren- Israel und besetzte palästinensische Gebiete 2017: willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, Folter und andere Misshandlungen, rechtswidrige Tötungen, aussergerichtliche Hinrichtungen, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, etc. Da gibt es kein Platz für Aussage von stv. Botschafterin Israels. Sind Amnesty und ich Antisemiten? Nein. Israel darf auch kritisiert werden - sowie die USA, Schweiz, Saudi Arabien, Kuwait... Das ist alles anderes als unabhängiger Journalismus - Israel-Lobby lässt grüssen.Cerimagic Said, Balsthal SO

Aidspatient stirbt – Kasse zahlte Therapie nichtSonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Die ÖKK wirbt aktuell mit den Slogans: «Schneller im Sattel; die Versicherung mit gesundem Bündner Verstand; einfach süss; immer für Sie da». Dabei ereignete sich in Chur vor ein paar Monaten ein tragischer Todesfall. Ein Mann hatte Betreibungen bei der Krankenkasse ÖKK und kam deshalb auf die schwarze Liste der säumigen Prämienzahler, bestätigte ein ÖKK-Sprecher gegenüber den Medien. Der Fall wurde von der SonntagsZeitung aufgedeckt. Die ÖKK übernahm die teuren Medikamente des im Sterben liegenden Mannes nicht. Dies sei aber «kein reiner Entscheid» der ÖKK, so der Mediensprecher. So etwas zu erfahren stimmt mich traurig. Braucht es nicht Gesetzesanpassungen oder eine unabhängige Ethikkommission? Das ist leider kein Einzelfall. Im 2010, schwer erkrankt, war ich rund zehn Wochen hospitalisiert. Mir wurde, ohne Begründung, das Taggeld über Monate gestoppt. Meine Töchter waren damals 11 und 14. Zwei Anwälte mussten mir helfen: «Die Taggeldzahlung ab 01. Juni 2011 bis 30. September 2011 erfolgt in den nächsten Tagen», schrieb die ÖKK am 03. Oktober 2011 per E-Mail. Ich bin wegen einem Zeckenstich invalid. U.a. ist meine Hypophyse geschädigt. Was das heisst, weiss jeder Arzt. Kein Leben ist mehr möglich u.a. ohne Hydrokortison, Schilddrüsenmedikamente und Testosteronspritzen. Zum Glück ist meine Psyche stark und ich benötige keine Antidepressiva. Vor dem Zeckenstich war ich nie krank und trieb täglich Sport. Aktuell kämpfe ich vor einem Regionalgericht gegen zwei andere Versicherungen, welche, die mir zustehenden Leistungen nicht bezahlen wollen. Ich habe und hatte meine Prämien immer bezahlt. Eine der beiden Versicherungen bestätigte die Neuroborreliose zwei Mal schriftlich, will heute jedoch nichts mehr davon wissen. Ein Ständerat und Verwaltungsrat einer der zwei Versicherungen hat über eine Drittperson von meinem Fall erfahren. Er werde alles daran setzen, mir und meiner Familie zu helfen, liess er ausrichten, nachdem er meine Akten kannte. Ein anderer Ständerat, auch auf der Lohnliste dieser Versicherung, schrieb mir: «Nachdem ich aber von Ihrem wirklich ernsthaft begründeten Anliegen Kenntnis habe, bin ich direkt mit dem Direktor in Kontakt getreten». Das sind Politiker, die offenbar von den Schlupflöchern der Jurisprudenz wenig halten und das Schicksal des Menschen würdigen. Ich habe ein hochqualifiziertes Ärzteteam und hatte mehr Glück, als der vor kurzem verstorbene Mann in Chur. Das Personal des Spital Thusis mit Chefarzt Dr. med. Renato Cantieni, retteten mir das Leben. Ich lag nachts um 3 Uhr im Sterben. Sein Team kämpfte vorbildlich und erfolgreich für das Leben des Vaters zweier Töchter. Ich bezahle meine Krankenkassenprämien. Trotzdem bin auch ich auf einer dunkelroten Liste der Versicherungsmanager. Diese reizen das Rechtssystem bewusst aus. Sie verzögern und erzählen ihre Geschichte durch gekaufte und vorgegebene Gutachten. Auch wurde ich nie von einem Vertrauensarzt dieser zwei Versicherungen interviewt. Die Zivilprozesse rauben mir zusätzliche Energie. Fast wöchentlich werden ganz traurige Schicksale in Zusammenhang mit den Versicherungen bekannt. Das muss aufhören. Liebe Leserin, lieber Leser: Der Zeckenstich hat auch mein Leben verändert, aber ich lebe noch, dank meinen wertvollen Ärzteteam: Ärzte retten Leben!Mario Daniel Candreia, Tiefencastel GR

Dass bei unverhofften Krank­heiten das Solidaritätsprinzip zählt, steht ausser Zweifel. Ich sehe aber nicht ein, wieso die Gelder korrekter Zahler für diejenigen Leute ausgegeben werden sollen, denen Onlineshopping, die Raten für den Luxusboliden und Glücksspiele im Internet wichtiger sind als die gesundheitliche Versorgung. Wenn die Krankenkasse dann nicht zahlt: selber schuld.Irene Probst, Luzern

Politiker müssen die Krankenkassen endlich in die Schranken weisen

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Ihr Editorial zu den Krankenkassen ist super gut gedacht und geschrieben: So kann und darf es nicht weitergehen! Normal sollte die Krankenkasse für die Kranken da sein – und nicht für die Spekulanten etc. Es ist an der Zeit, das in den Griff zu bekommen. Ich lebe von der AHV – das Geld geht weg für die Krankenkasse und die Steuern.Heidi Calianno, Aesch BL

EU-Verhandlungen stecken schon wieder in der Sackgasse

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Bundesrat Ignazio Cassis hat den versprochenen Reset-Knopf bis dato überhaupt nicht angerührt. Im Gegenteil. Er fährt einfach dort fort, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Bemerkenswert, wenn nicht schockierend aber ist, wie Brüssel dezidiert nicht bereit ist, Massnahmen gegen Lohndumping in unserem Land garantieren zu wollen. Und mit solchen Partnern wollen wir ein Rahmenabkommen abschliessen, bei welchem ein «unabhängiges» Schiedsgericht des Europäischen Gerichtshofs bei Streitigkeiten entscheiden soll? Brüssel geht es einzig darum, uns so viel Steine in den Weg zu legen, bis wir genug haben, einknicken und unterwürfig um einen Beitritt zur EU betteln.Claudio Bachmann, Basel

Privatfirma soll Anlage für hochsensible Passdaten betreuen

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Dieser Artikel hat mich also wirklich vom Stuhl gehauen. Ich frage mich ernsthaft, ob sich die erwähnten Länder mit zweifelhaftem Ruf an die internationalen Beschaffungsregeln halten würden. Wahrscheinlich werden von diesen die Ausschreibungen so formuliert, dass ausländische Bewerber gar keine Chance haben. In der Bundesverwaltung hat es weiss Gott genügend Juristen, welche mit einer geschickten Formulierung dafür sorgen könnten, dass die höchste Punktzahl nur durch einen inländischen Anbieter erreicht werden kann. Die Vorstellung, dass meine biometrischen Passdaten auf einem Server in Novosibirsk oder Murmansk verwaltet werden, ist für mich ein echter Horror.Walter Hug, Altendorf SZ

Angeblich sollen gemäss Bundesverwaltung hochsensible Passdaten auch von ausländischen ­Firmen aus verschiedenen – auch fragwürdigen – Ländern betreut werden, was leichtsinnig und verantwortungslos ist. Wo bleibt da der hochgelobte Datenschutz im Zeitalter von zunehmendem Datenklau und Hackern auf elektronischen Geräten bei diesen Institutionen? Die Politik ist nun gefordert, genau hinzusehen, was da verwaltungsintern ohne Volksmeinung kurzsichtig abgewickelt wird.Egon Sommer, Winterthur ZH

Es ist absurd: Laufend erfahren wir, wie die neuen Fürsten der Welt unsere Daten missbrauchen. Und da kommt das Staatssekretariat für Migration auf die abgefahrene Idee, die Betreuung unserer Passdaten öffentlich auszuschreiben. Mit dem möglichen Ergebnis, dass diese am Ende in falsche Hände gelangen. Warum den Job nicht gleich an Google oder Facebook vergeben? Das wäre sicher die wirtschaftlich günstigste Lösung: Diese Unternehmen verfügen bereits über die notwendige Infrastruktur, sie sind längst im Besitz der meisten der fraglichen Daten, und ihnen liegt bekanntlich nichts so sehr am Herzen wie die Sicherheit der Daten ihrer Kunden.Ernst Menet, Lyss BE

Die Vorstellung, dass meine biometrischen Passdaten auf einem Server in Novosibirsk oder Murmansk verwaltet werden, ist für mich ein echter Horror.Walter Hug, Altendorf SZ

Klein, aber ungezogen

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Hatte das Schweizer Parlament nicht wichtigere Probleme zu lösen, als eine bewährte Sache abzuschaffen? Ich wusste einiges über Hunde, aber bei den SKN-Seminaren habe ich noch dazugelernt. Viele Leute wurden auch davon abgehalten, einen Hund zu adoptieren, weil sie jetzt wissen, wie aufwendig es ist, ein Tier artgerecht zu halten.Gilbert Baumgartner, Kehrsatz BE

Aufbruch in die Moderne

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Warum sollte Kim Jong-un künftig auf die Atombombe verzichten? Ich habe nichts gegen ein friedlich vereintes Korea einzuwenden; im Gegenteil. Eine nukleare Abrüstung Nordkoreas ist ebenfalls zu begrüssen. Doch das eine sind Versprechungen und das andere konkrete Taten. Ich bezweifle, dass Kim Jong-un seine Lebensversicherung gegenüber einem militärischen Angriff von aussen so einfach aufgeben wird.Pascal Merz, Sursee LU

Kapitalismus für alle – statt für wenige

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Die Kolumne von Andreas Kunz liest sich zunächst recht gut: er mokiert sich über durchgestylte «Salondemonstranten» am 1. Mai und würdigt die unbestreitbaren Erfolge und positiven Seiten des Kapitalismus. Dann aber wird's absurd - oder - je nach dem - zynisch: «Das bedeutet modernste Medizin, leistungsfähige Computer, warme Kleidung, gesundes Essen, Wohnung, Heizung, Kühlschrank, Auto oder Ferienreisen ... in der Schweiz auch für die schwächsten, die Arbeitslosen, Kranken und Sozialhilfeempfänger». In der gleichen SonntagsZeitung steht ein Bericht über jemanden, der jämmerlich an Aids zu Grunde gehen musste, weil er nicht in der Lage war, seine Krankenkassenprämien zu bezahlen. Bei Menschen, die ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen, handelt es sich keineswegs immer um Leute, die ihr Geld lieber für Annehmlichkeiten ausgeben, sondern oft um Leute, die verzweifelt versuchen, sich mit Tieflohn - oder Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten und trotz aller Anstrengungen immer tiefer in die Schuldenfalle geraten. Herr Kunz hat anscheinend keine Ahnung davon, was es heisst, in der Schweiz, mitten unter uns, in prekären Verhältnissen zu leben - und er will sie offenbar auch nicht haben. Sonst hätte er seine eigene Postille und vor allem auch das bemerkenswert klare und richtige Editorial seines Chefredaktors gelesen - und verstanden.Werner Brühlmann, Zollikon ZH Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass Ihre Kolumnisten sich schon aus Platzgründen kurz fassen müssen, was dann aber doch häufig zu sehr plakativen, wenig ausgewogenen Aussagen führt. Ein Beispiel dafür liefert meines Erachtens die Kolumne von Andreas Kunz. Kunz sieht sich da – kurz vor dem «Tag der Arbeit» - offenbar genötigt, eine Breitseite gegen die TeilnehmerInnen an 1. Mai-Kundgebungen abzufeuern, indem er sie alle samt und sonders als (uneinsichtige) «Gleichheits-Apostel» taxiert. Ich frage mich schon, welche Wespe ihn da gestochen haben muss. So versteigt er sich u.a. zur Aussage, «ohne die Errungenschaften des Kapitalismus wären die Proteste gegen denselben gar nicht möglich. Zumal die Hälfte der Demonstranten ohne den medizinischen Fortschritt, den der Kapitalismus hervorgebracht hat, längst schon an Krankheiten oder Infektionen gestorben wäre.» - So, als ob alle medizinischen (und vermutlich viele andere) Fortschritte einzig und allein dem Kapitalismus bzw. dem (völlig) freien Spiel der Marktkräfte zu verdanken gewesen wären. Nein, Herr Kunz, dazu war das Zusammenspiel von sehr verschiedenen Faktoren nötig. Der Kolumnist lässt sich jedoch nicht beirren… Im Gegenteil. Für ihn sei es «höchste Zeit, zum Tag der Arbeit das mit Abstand erfolgreichste Wirtschaftssystem der Geschichte zu würdigen.» Und dann folgt ein praktisch vorbehaltloses Loblied auf den Kapitalismus mit x zahlenmässigen Vergleichen, die aufzeigen sollen, dass überall, wo dem Kapitalismus die Tore geöffnet worden sind, die Durchschnittseinkommen (diese sagen freilich wenig aus über das Einkommensgefälle im jeweiligen Land!) der Menschen sich innerhalb weniger Jahre schnell verbessert hätten. Das Beispiel Chinas macht für Kunz besonders deutlich, «wie schnell ein Land dank dem Kapitalismus aus extremster Armut emporsteigen kann.» Kunz gibt zwar dann ganz am Schluss zu, dass «ein solch freiheitliches System auch Fehler» produziere, falsche Anreize und Ungleichheiten schaffe… «Das Schöne am Kapitalismus» sei aber, dass er sich selber stetig entwickle und verbessere (mit offenbar systemimmanenten «Heilungskräften»?). - Als ob die offensichtlichen Auswüchse eines ungezähmten Kapitalismus (namentlich in sozialen und ökologischen Belangen) nicht doch immer wieder staatliche Eingriffe und Leitplanken nötig gemacht hätten und auch in Zukunft – insbesondere auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Globalisierung und deren Auswirkungen – nötig machen werden. Mit Augenmass, selbstverständlich!François Rohner, Münsingen BE

Es gibt mehr oder weniger zufällige Korrelationen zwischen Kapitalismus und Wohlstand sowie zwischen Bevölkerungswachstum und Wohlstand. In Wirklichkeit wurde der Grundstein für den Wohlstand aber durch die öffentliche Schulbildung und darauffolgende Innovationen gelegt. Dass Wohlstand nicht nur wenigen zugutekam, sondern allen, war ein Verdienst der sozialistischen Bewegung. Unser Wohlstand gründet somit auf einer sozialen Marktwirtschaft, der Wohlstand der asiatischen Länder auf Freihandel. Der Kapitalismus hingegen ist schon wesentlich älter und eher hemmend für Innovationen.Ueli Hafner, Neftenbach ZH

Traumnacht für Bern, Denkmal für Wölfli

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Wer sein Lebensglück im Sieg einer Sportmannschaft findet, ist ein anspruchsloser Mitmensch.Alex Schneider, Küttigen AG

Als FCB-Fan seit Ewigkeiten bin ich natürlich nicht begeistert, dass YB den Titel gewonnen hat – die Berner haben ihn aber verdient. In der nächsten Saison fängt jedoch alles wieder neu an. Und: Einem YB-Spieler mag ich den Titel besonders gönnen: Marco Wölfli, dem Berner Urgestein, einem Sportler der alten Schule, fair und sympathisch. So sieht ein Vorbild für unsere Jugend aus!Hanspeter Schmutz, Basel

Ich mag dem Fussballclub YB und den Bernern insgesamt den Meistertitel mehr als gönnen. Sie haben ihn verdient wie keine andere Mannschaft in der laufenden Saison. Gratulation! Was mich in Ihrer Berichterstattung aber gestört hat, ist, dass mit keiner Zeile die unglaublich gute Leistung des FC Luzern in diesem Spiel gewürdigt wurde. Schade – für den FCL und Ihre einseitige Berichterstattung.Rudolf Kaufmann, Sempach LU

Der Anti-Vincenz räumt auf

SonntagsZeitung vom 29. 4. 2018

Mit Interesse habe ich die Berichterstattung über den Starbanker gelesen. Das journalistische Ausleuchten und der Artikel von Holger Alich und das angesagte Aufräumen im aktuellen Finanzskandal gibt der Geschichte die nötige Bedeutung. Schade, dass erst bei Vincenz und nicht schon früher Medien, Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden eingriffen und aufgeräumt worden ist. Ich habe über alle Jahre die Entwicklungen des Finanzplatzes nicht nur mitverfolgt, sondern hautnah erlebt. Wieso Aufschrei erst bei Starbanker Vincenz? Nun schiessen sich alle Medien auf Vincenz ein und schreiben den allertiefsten Fall des Starbankers herbei. Die Strafverfolgungsbehörden untersuchen mit grossem Aufwand die Straftatbestände. Unverständlich, dass nicht schon früher genau hingeschaut worden ist. Man erinnert sich an die unsäglichen und unfähigen Operateure auf dem Finanzplatz wie Hüppi, Ospel, Kurer, Mühlemann, Wellauer und die Swissairbestatter und die angesehene Finanzplatzikone Rainer E. Gut und Nationalrat Bremi an der Schnittstelle Banken und Politik, die zugelassen haben, dass Milliarden durch deren Protegés verdampft worden sind. Beim Verkauf der Winterthur haben viele Beteiligte auf den Teppichetagen ihre geldgierigen Händchen hingehalten. Sie hinterliessen gesellschaftspolitische Bruchlinien und enorme unternehmerische Reparaturfelder und beschädigten das Image des Finanzplatzes und das internationale Ansehen unserer Schweiz und ihre Nachfolger haben den grossen Kollateralschaden abzutragen. Zudem sind sie alle mit Millionen Abfindungen und Renten heute ohne schlechtes Gewissen auf dem Golfplatz oder haben im Filz neue Managerposten gefunden. Schade, dass erst mit Vincenz die allgemeine Empörung der Medien aufkommt und die Strafverfolgungsbehörden eingreifen. Hinschauen hätte sich schon bei all diesen unfähigen und geldgierigen bonusgetriebenen Manager gelohnt. Leider konnte diesen keinen Vorsatz oder Absicht für eine ungetreue Geschäftsbesorgung nachgewiesen werden und gingen straffrei aus ohne je die Verantwortung für die verursachten Schrottfelder zu übernehmen. Eine wochenlange Einzelhaft hätte einigen anderen Abzockern zur Gewissensprüfung und Reue gut getan.Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Ich gratuliere Franziska Kohler, Erich Bürgler und Holger Alich zu diesen fundierten Ausführungen! Ja, bei Raiffeisen brennt es an allen Ecken und Enden. Vieles hat mit Pierin Vincenz zu tun – aber nicht alles. Zu verlangen, dass das «alte» (im doppelten Wortsinn) Gremium abtreten soll, scheint legitim. Wer nun aber glaubt, dass mehr Banker, Informatiker und «weniger grau» das Wundermittel sind, der vergisst die Kultur von Raiffeisen. Pierin Vincenz hat das jeweils als «Stallgeruch» bezeichnet: Es geht selten um die Sache, aber immer um die Menschen – um das Vertrauen. In Anbetracht des Wandels im Banking braucht es meines Erachtens im Verwaltungsrat mehr Querdenker als Banker. Ich erinnere an die Aussage von Bill Gates: «Banking braucht es – Banken nicht!»Markus Grubenmann, Arbon TG

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch