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Lassen wir uns von Deutschland nicht anstecken

Die Hysterie um den mit AfD-Stimmen gewählten Ministerpräsidenten zeigt: Wir sollten Sorge tragen zu unserer politischen Kultur.

Die Empörung über die Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD in Thüringen hat in ganz Deutschland für Empörung gesorgt. Demonstrierende in Berlin am Samstag, den 08. Februar. Foto: Sean Gallup (Getty Images)
Die Empörung über die Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD in Thüringen hat in ganz Deutschland für Empörung gesorgt. Demonstrierende in Berlin am Samstag, den 08. Februar. Foto: Sean Gallup (Getty Images)

Es tönte, als wären die Nazis wieder an die Macht gekommen. Von einer «Schande» war die Rede, von einer «Rückkehr in finstere Zeiten», vom «Ende der Demokratie». Der bisherige Ministerpräsident Thüringens verglich die Wahl seines Kontrahenten sogar mit der Machtergreifung Hitlers 1933.

Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel fand für einmal deutliche Worte. Sie sprach von einem «unverzeihlichen Vorgang» und forderte nichts weniger, als dass das Ergebnis der Wahl «rückgängig gemacht» werden müsse. Ganz Deutschland, so hat man als Aussenstehender das Gefühl, befindet sich derzeit im Ausnahmezustand.

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