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«Bei den Wärtern war ich als Spion untendurch»

Agent Daniel Moser ist froh, dass der Bund nun preisgibt, wie er für die Schweiz spionierte. Vieles macht ihn sprachlos – auch seine Zeit im deutschen Knast.

Mario Stäuble und Thomas Knellwolf
Daniel Moser: «Leider wusste ich nicht, dass man mir einen Auftrag gab, den es gar nicht braucht». Foto: Anja Wurm
Daniel Moser: «Leider wusste ich nicht, dass man mir einen Auftrag gab, den es gar nicht braucht». Foto: Anja Wurm

Am 27. April 2017 verhaftete die Polizei Daniel Moser in Frankfurt. Auf einen Schlag wurde der 55-jährige Ex-Polizist bekannt: Auch deutsche Medien berichteten über den Spion, der aus den Alpen kam. Moser hatte für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) Informationen über deutsche Steuerfahnder gesammelt. Sechs Monate lang sass er in Untersuchungshaft. Die Enttarnung Mosers stürzte den Schweizer Geheimdienst in eine Krise. National- und Ständeräte, die den NDB danach durchleuchteten, üben nun scharfe Kritik: Die ­Mission sei illegal gewesen, die gewonnenen Infos von geringem Nutzen. Daniel Moser, seit ­November wieder frei, will weiter als Privatermittler arbeiten. Zu diesem Interview erschien er ­zusammen mit seinem Anwalt ­Valentin Landmann.

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