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Die Krachbarn

Der zwischenmenschliche Umgang ist zunehmend verknorzt. Woran liegt das?

Der Lärm der anderen bringt uns besonders zuverlässig in Rage. Illustration: Luca Schenardi
Der Lärm der anderen bringt uns besonders zuverlässig in Rage. Illustration: Luca Schenardi

Kaum eine Woche vergeht ohne mediale Nachricht aus der städtischen oder vorstädtischen Kampfzone. Es geht nicht um Leben und Tod, nein, bei uns geht es um Seidenhühner mitsamt Hahn, wegen deren Gegacker und Gekrähe sich zwei Nachbarn bekriegen – Schlagzeile: «Der Hahn kräht zu früh.» Oder um eine Joggerin, die an der Flusspromenade eine Velofahrerin zu Fall bringt, weil sie sich in ihrem Nachmittagstraining gestört fühlt – Schlagzeile: «Joggerin in Pink stösst Rentnerin vom Velo.» Es geht um Anwohner von Sportplätzen, Seen, Kirchen oder Bars, die sich so sehr an Fussballern, Schiffshörnern, Glockengeläute oder Partyvolk stören, dass sie in ein regelrechtes Klagefieber geraten, sodass sich teilweise gar das Bundesgericht mit den Fällen beschäftigen muss. Die allgemeine Stimmung ist gereizt.

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