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Bund knausert bei tödlicher Krankheit

Hepatitis fordert in der Schweiz fast so viele Menschenleben wie der Strassenverkehr. Doch Bern investiert kaum in die Prävention.

Roland Gamp
«Jeder Todesfall ist ein Versagen des Versorgungssystems», sagt Philip Bruggmann, Präsident vom Verein Hepatitis Schweiz. Foto: iStock
«Jeder Todesfall ist ein Versagen des Versorgungssystems», sagt Philip Bruggmann, Präsident vom Verein Hepatitis Schweiz. Foto: iStock

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 200 Menschen an den Folgen von Hepatitis. Das sind etwa gleich viele Opfer wie bei Unfällen im Strassenverkehr. Obwohl es wirksame Instrumente gegen die Krankheit gibt. Eine Impfung schützt vor Typ B, gegen Typ C sind Medikamente auf dem Markt.

«Es mangelt an Aufklärung», sagt Philip Bruggmann, Präsident vom Verein Hepatitis Schweiz. «In der Bevölkerung ist viel zu wenig bekannt über die Krankheit.» Der Vergleich mit HIV sei angebracht. «Dort ist die Aufmerksamkeit deutlich besser, es gibt ein nationales Programm, und der Bund finanziert wirksame Kampagnen», sagt Bruggmann. «Nicht so bei Hepatitis.» Obwohl diese deutlich mehr Menschenleben fordert.

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