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Jürg Birchers Eishockey-BetrugSo führte der Ex-Präsident den EHC Kloten in den Abgrund

Ungetreue Geschäftsbesorgung, Misswirtschaft, Urkundenfälschung, Betrug: Jürg Bircher ist geständig und muss sechs Monate in Haft. Das Protokoll eines Skandals.

Jürg Bircher im Herbst 2008, als klar war, dass er den EHC Kloten übernimmt.
Jürg Bircher im Herbst 2008, als klar war, dass er den EHC Kloten übernimmt.
Foto: Balz Murer

Man muss sich das noch einmal vor Augen führen. Am 16. Januar 2009 hatte Jürg Bircher von seinem Vorgänger Peter Bossert die EHC Kloten Sport AG juristisch übernommen. Der Club war finanziell und sportlich gut aufgestellt. Doch der heute 56-jährige Bircher benötigte nur etwas mehr als drei Jahre, um die AG sprichwörtlich an die Wand zu fahren. 2012 wurden ein riesiges Loch und ein Schaden von 11 Millionen Franken festgestellt. Der Konkurs drohte, das Ende war nah.

Birchers Vorgänger Bossert hatte als Erster das Unheil früh kommen sehen. Bei der GV 2010 stellte er 24 Fragen zu den präsentierten Zahlen, es wurde ein korrigiertes Minus von 654000 Franken ausgewiesen. Die Versammlung verkam zum dreistündigen Marathon, viele Fragen wurden teilweise arrogant abgeschmettert auch vom Vertreter der Revisionsstelle (PWC). Ein Teilerfolg der Zweifler war: Bircher und anderen Vorstandsmitgliedern wurde die Decharge verweigert. Später versuchte Immobilienmann Bircher sich abzusetzen, dann die AG unter Vortäuschung falscher Tatsachen einem Nachfolger zu übergeben. Dann blieb nur noch das Eingeständnis: Es geht nicht mehr. Doch Bossert und seine Taskforce retteten in einer beispiellosen Aktion Kloten.

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