Zum Hauptinhalt springen

Sweet Home: WohntrendSetzen Sie auf Tradition

Komfort statt Status: Das Zuhause wird behaglicher und begeistert mit viel Sinnlichkeit und Gefühl.

Erinnern Sie sich noch an die Sperrholzmöbel, den kärglichen Skandilook, die Zimmerpflänzchen im Makramé-Körbchen oder die minimalistischen Hipster-Wohnstile? Sie scheinen so weit weg, dabei waren sie erst gerade das Zentrum der Begehrlichkeit. Wohnlichkeit ist nun angesagt und zwar mit viel Komfort und traditionellen Mustern. Selbst wer bis anhin resistent war gegen jegliche Art von Gemütlichkeit, hat spätestens in den letzten Monaten aufgegeben und Teppiche, Kissen, Plaids, Bilder, Vasen und Einrichtungsbücher gekauft. Die Gemütlichkeit hat sich durchgesetzt. Dabei sind nicht nur kühle Wohnstile, sondern auch laute Farben, Pop und Eklektik auf der Strecke geblieben. Ruhige, vorwiegend neutrale Farben geben den Ton an, Texturen und Naturmaterialien übernehmen die Hauptrollen. Ein schönes Beispiel, wie das aussehen kann, zeigt dieses Bild der skandinavischen Firma Lexington.

So sinnlich

Begehrlich: Entspannter Glamour auf skandinavische Art. Foto: Artilleriet über Turbulences Déco
Begehrlich: Entspannter Glamour auf skandinavische Art. Foto: Artilleriet über Turbulences Déco

Die Skandinavier haben sich schon längst vom Skandichic verabschiedet, der in der restlichen Welt viel kommerzieller aussah und lange einen Platz in der Wohntrendhitparade hielt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn im Norden war das Wohnen schon immer sehr wichtig. Es gibt nicht nur sehr viele international bedeutende Interiorlabels und unzählige Blogger und Influencer, die riesige Folgschaften haben, sondern auch Immobilienfirmen, die schön gestylte Wohnungen zeigen, und gewisse Einrichtungsgeschäfte, die gar Kultstatus haben. Dazu gehört Artilleriet. Ein Besuch auf der Website zeigt die sinnliche, stilvolle Einrichtungswelt und macht Lust auf Neues.

Ruhe und Entspannung

Zum Ausruhen: Liegen sind die neuen Lieblingsmöbel. Foto über: Erika Powell
Zum Ausruhen: Liegen sind die neuen Lieblingsmöbel. Foto über: Erika Powell

Etwas, was wir im letzten Jahr gelernt haben und nun über die Feiertage noch stärker auslebten, ist, zu Hause zur Ruhe zu kommen. Einfach mal zu wohnen und zu sein, zu lesen, zu entspannen, zu geniessen und ein bisschen rumzuwuseln. So haben denn nicht wenige in den letzten Monaten endlich ihr Lieblingssofa gekauft und dabei mehr auf den Komfort als auf den Status geachtet. Auch andere Sitzmöbel sind begehrlicher geworden wie grosse Sessel, Ottomanen und elegante Liegen.

Stil mit Gefühl

Wohnwelten: Tradition zeigt sich mit sehr viel Eleganz. Wohnaccessoires und Foto über: Zara Home
Wohnwelten: Tradition zeigt sich mit sehr viel Eleganz. Wohnaccessoires und Foto über: Zara Home

Selbst oder gerade Geschäfte, die Wohnkollektionen günstig anbieten, zeigen diese in elegant entspannten Umgebungen und erzählen Wohngeschichten, die Lust auf schönes Einrichten machen. Der Moderiese Zara arbeitet für sein Home Department nur mit der Elite. So sind es Starfotografen, Star Creative Directors und die berühmtesten Stilikonen, die die begehrlichen Wohnwelten kreieren, in denen die Accessoires und Kleinmöbel jeweils gezeigt werden. Das trifft direkt auf das Gefühl und dieses ist der wichtigste Entscheidungsträger, wenn es ums Wohnen geht.

Oh mein Sofa

Herzstück: Das Sofa muss viel können und dabei wunderschön aussehen. Sofa, Wohnaccessoires und Foto über: Neptune
Herzstück: Das Sofa muss viel können und dabei wunderschön aussehen. Sofa, Wohnaccessoires und Foto über: Neptune

Bei einem sind sich alle einig: Man kann nie genug edle Kissen auf dem Sofa haben. Und ein grosses, bequemes Sofa ist das Herzstück jeder gemütlichen Wohnung. Dabei tun sich hierzulande die Anbieter oft schwer. Man findet neben den italienischen und skandinavischen Designersofas eigentlich wenig. Schnell ist man bei den Billiganbietern, deren Sitzmöbel zwar online hübsch aussehen, doch bei genauerem Hinschauen entdeckt man schnell, dass die Sitztiefe zu kurz ist, die Polster nicht weich sind und die Stoffe auch nicht alle Herzen hüpfen lassen. Dieses elegante Sofa im Bild ist von der englischen Firma Neptune, die Moderne und Tradition elegant verbindet.

Ein echtes Gegenüber

Zusammen: Sitzmöbel sind nicht gerne alleine. Foto über: Historiska Hem Immobilien
Zusammen: Sitzmöbel sind nicht gerne alleine. Foto über: Historiska Hem Immobilien

Wenn Sie nun Ihr Lieblingssofa oder den neuen grossen Traumsessel gefunden haben, dann lassen Sie sie nicht alleine. Sitzmöbel brauchen ein Gegenüber. Ganz gegensätzlich zum momentan geltenden Social Distancing, brauchen Sitzmöbel die Nähe von Artgenossen. Nur so machen sie Sinn und bringen die Wohnlichkeit, die man sich wünscht.

Bitte schön warm

Tonangebend: Warme, neutrale Töne sind die beliebtesten Wohnfarben. Wohnaccessoires, Möbel und Foto über: H+M Home
Tonangebend: Warme, neutrale Töne sind die beliebtesten Wohnfarben. Wohnaccessoires, Möbel und Foto über: H+M Home

Auffällig ist, dass starke Farben nicht oft zu finden sind. Man wohnt gedämpft und warm! So zeigen sich praktisch alle Kollektionen in natürlichen, neutralen Farben. Diese biegen zuweilen ab Richtung Orange und Rost, Olive oder Weinrot. Ab und zu entdeckt man auch Marineblau, die Symbolfarbe für Traditionelles. Doch Blau ist nicht warm und wird deshalb eher ins Bad oder Bett verbannt. Die Farben, mit denen die meisten wohnen möchten, sind warm und neutral, wie hier dieses Beispiel von H+M Home schön zeigt.

Zum Anfassen

Texturen: Unterschiedliche Materialien geben neutralen Farben Sinnlichkeit. Foto über: SF Girl
Texturen: Unterschiedliche Materialien geben neutralen Farben Sinnlichkeit. Foto über: SF Girl

Grau ist auch eine wichtige Einrichtungsfarbe. Bei allen Farben ist es wichtig, wie und wo sie sich zeigen. Grauer Beton ist nicht gleich wie grauer Wollstoff, graues Metall ist etwas völlig anderes wie eine graue Lasur an der Wand. So sind Texturen im Wohnbereich sehr wichtig und noch viel wichtiger, wenn man sich für neutrale, natürliche Töne entscheidet. Wählen Sie also grob gewobene Stoffe, monochrome Teppiche, die Muster zeigen, weiche Kaschmirdecken, Felle und viel Holz und Keramik.

Kuschlig ist cool

Eingehüllt: Cocooning geht auch im Wohnzimmer. Foto: Stadshem Immobilien über Coco Lapine Design
Eingehüllt: Cocooning geht auch im Wohnzimmer. Foto: Stadshem Immobilien über Coco Lapine Design

Nicht nur die Pandemie lässt uns intensiver zu Hause sein. Der Anfang des Jahres ist meist eine Zeit, in der ohnehin nicht viel los ist, das Wetter oft grau und trüb ist und das Licht spärlich. So ist es angebracht, sich in Decken zu hüllen, mit Fellen zu wärmen und mit Kissen zu schmusen. Gerne auch zwischendurch und mittendrin. Tagesbetten und Liegen tun dem Wohnraum gut und dem Homeoffice! Sie müssen ja nicht gerade den Call unter der Decke abhalten, aber arbeiten lässt es sich auch gut liegend. Aber wie immer kommt an einer solchen Stelle mein Rat: Gehen Sie nach draussen und gehen Sie viel zu Fuss. Ich habe zum Beispiel den städtischen ÖV seit Monaten nicht mehr benutzt! Auch hatte ich kürzlich eine grosse Produktion am anderen Ende der Stadt, zu der ich jeden Tag zu Fuss hin und zurück bin. Das hat so gut getan und mir die tägliche Bewegung und frische Luft gegeben, die man einfach braucht. Das tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele. Und man kuschelt, wenn man wieder zu Hause ist, mit einem viel besseren Gefühl.

Das kleine bisschen Mehr

Begleiter: Möbel wie Bettbänke und grosse Nachttische machen Schlafzimmer behaglicher. Foto über: My Domaine
Begleiter: Möbel wie Bettbänke und grosse Nachttische machen Schlafzimmer behaglicher. Foto über: My Domaine

Mit dem traditionellen Wohnen schaffen es auch neue Möbel und Einrichtungsideen in die Wohnung. Dazu gehören etwa im Schlafzimmer Bettbänke und grosse Teppiche unter dem Bett. Dieses wird tagsüber gedeckt und bekommt viele Kissen und Überdecken. Nachttische werden wie die Betten grösser und höher.

Schlicht schön

Reduktion: Behaglichkeit geht auch auf die schlichte Art. Bettwäsche, Wohnaccessoires und Foto über: Zara Home
Reduktion: Behaglichkeit geht auch auf die schlichte Art. Bettwäsche, Wohnaccessoires und Foto über: Zara Home

Wer denkt, dass nun alles überladen sein muss, irrt. Auch wenn man Wärme und Wohnlichkeit statt Coolness und Status wählt, kann man dies genau so inszenieren, wie es einem passt. Auch schlicht! Je weniger man möchte, umso ausgewählter muss dieses sein. Schlicht und reduziert zu wohnen, ist viel schwieriger als ein bisschen aufzudrehen. Alles muss genauer sein, ausgewählter und gut zueinander passen. Wählen Sie auf jeden Fall auch Antikes, Rustikales und Ethno-Elemente, denn gerade solche Stücke sorgen für Sinnlichkeit und Einzigartigkeit.

Miteinander ist besser

Begleiter: Damit Wohnen bequem wird, braucht es gelungene Kombinationen. Textilien, Leuchte und Foto: &Tradition
Begleiter: Damit Wohnen bequem wird, braucht es gelungene Kombinationen. Textilien, Leuchte und Foto: &Tradition

Wichtig für den Komfort sind die richtigen Stücke am richtigen Ort. Denn kein Möbel ist gerne alleine. Ein Sofa braucht den Couchtisch, ein Bett den Nachttisch und die Leuchte. Die Wände wirken liebevoller mit Bildern, die Sitz und Ruhemöbel einladender mit Textilien und die Böden sanfter mit Teppichen. Dieses Beispiel ist von der dänischen Firma &Tradition, deren Design genau das ausstrahlt, was schönes Wohnen ausmacht: Tradition, Komfort und moderne Zeitlosigkeit.