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LeserreaktionenSeine Vorbildfunktion nicht eingehalten

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Stadtpräsidenten Alec von Graffenried trug beim jüngsten Coiffeurbesuch keine Maske. 
Foto: Raphael Moser

Zum Interview mit dem Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried «Geschäfte brauchen einen Totalerlass der Miete»

Seine Vorbildfunktion nicht eingehalten

Jetzt wird quasi gebetsmühlenartig immer und immer wieder vom BAG kommuniziert, dass Masken nur andere schützen, nicht aber sich selbst. So auch im neuesten Video zur Maskenanwendung. Und trotzdem verzichtet Alec von Graffenried beim Coiffeur auf eine Maske und bringt mit seinem unverantwortlichen Verhalten den Coiffeur in Gefahr. Er ist doch eigentlich ein Mensch mit einer Vorbildfunktion.
Sind denn die Empfehlungen des BAG wirklich so schwer
zu begreifen?

Ueli Feuz, Burgdorf

Die Velofahrer sollten zur Kasse gebeten werden

Alec von Graffenried denkt laut darüber nach, das Projekt Velobrücke aus Spargründen zu verschieben. Und prompt meldet sich Widerstand. Warum werden die Velofahrer nicht auch mal zur Kasse gebeten? Auch sie müssten endlich für das, was ihnen gratis zur Verfügung gestellt wird, bezahlen. Autofahrer können auch nicht gratis herumfahren.

Anne Sollberger, Niederwangen

Zu «Nulltoleranz bei Demos erntet Kritik»

Nur noch Neid, nur noch Kritik

Da löst die Berner Polizei kleine Demos auf, und schon kommen wieder solche, die das kritisieren müssen. Ich schäme mich langsam, aber sicher, Schweizer zu sein. Nur noch Neid, nur noch Kritik.
Die Menschen sollten zuerst vor der eigenen Haustür
putzen. Dasselbe gilt auch auf Bundesebene.

René Nydegger, Bern

Zu «Das Coronavirus bedroht auch den Autoverkehr»

Das Ziel muss sein, einen guten Mix zu finden

Das Auto steht in Bern seit längerem in der Kritik. Nun versucht die Verkehrsdirektorin Ursula Wyss aus der Corona-Krise Kapital zu schlagen, indem sie dem Langsamverkehr (LV) mehr Raum bieten möchte, damit die BAG-Abstandsregeln eingehalten werden können. Hierbei werden verschiedene Fakten ausgeblendet: Sowohl der öffentliche als auch der Langsamverkehr kamen in den letzten Wochen an ihre Grenzen; die Notwendigkeit eines redundanten Systems des motorisierten Individualverkehrs (MIV) wurde offenbar. Auch in der Wirtschaft ist man sich einig, dass ohne das Auto die gegenwärtige Pandemie gar nicht zu bewältigen gewesen wäre. In der Verkehrspolitik kann es nicht darum gehen, dass der Staat seiner Bevölkerung vorschreibt, welches Verkehrsmittel zu nutzen ist. Das Ziel muss sein, einen guten Mix zu finden, ohne dass der MIV permanent gegen den ÖV und LV ausgespielt wird.

Oliver Berger, Bern, Stadtrat FDP

Zu «Die Bilanz nach drei Tagen: Wer Hilfe bekommt und wer nicht»

Hilfsgelder an Bedingungen knüpfen

Ein Dividendenverbot ist erst einmal vom Tisch. Trotzdem kann es doch nicht sein, dass Steuergelder in die Taschen der Besitzenden, sprich Aktionäre, fliessen. Man könnte das Ganze auch umkehren. Der Staat hat das Recht, an seine Hilfsgelder Bedingungen zu knüpfen. Firmen, welche eine Dividende ausschütten, erhalten keine staatliche Unterstützung.

Dora Kaiser, Thun

Zu «Sitzungsgeld gefordert – trotz Sessionsabsage»

Ein schaler Nachgeschmack hinterlassen

Seit Jahren stelle ich ein Ungleichgewicht bei den Kandidaturen für Ämter in den Gemeinden, bei Kanton und Bund fest. Bei den letzten Nationalratswahlen liess sich eine Rekordzahl Kandidaten und Kandidatinnen aufstellen. Dabei fiel die grosse Anzahl von Jungen in Ausbildung auf. Ich vertrete die Meinung, dass Kandidaturen für den National- und Ständerat nur zuzulassen sind, wenn die Kandidaten vorher politische Erfahrungen in einer Gemeinde gemacht haben. Hier sind ganz besonders die Parteien gefordert, die Qualifikationen der Kandidierenden besser zu prüfen. Die Forderung nach Entschädigung von abgesagten Sitzungen hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Ist das Gedränge bei den Wahlen eventuell nur so gross, weil finanziell lukrativ? Jedenfalls bin ich sehr enttäuscht über das Verhalten dieser Politikerinnen und Politiker.

Kurt Kunkler, Kiesen

Zitat des Tages

«Kandidaturen für den National- und Ständerat sind nur zuzulassen, wenn die Kandidaten vorher politische Erfahrungen in einer Gemeinde gemacht haben.»

Kurt Kunkler, Kiesen

Zu «Bernexpo-Chefin weist Abzocker-Vorwürfe von sich»

Das kann der normale Bürger schlecht verstehen

«Wir verrechnen den marktüblichen Mietpreis. Der Bund bezahlt genauso viel wie jeder andere Kunde, der die Hallen mietet», so die Aussage von Bernexpo-Chefin Jennifer Somm. Nur existiert zurzeit gar kein Markt, und Ansammlungen mit mehr als 4 Personen sind ohnehin verboten. Es beschleicht mich das ungute Gefühl, dass die hohe Miete vom Bund anstandslos durchgewunken wurde, was der normale Bürger nur schlecht verstehen kann. Notabene in einer Zeit, wo Unternehmen und Organisationen unliebsam dazu gezwungen sind, elektronisch mit Videokonferenzen Entscheide zu treffen.

Max Haller, Bern