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Kolumne «Nachspiel»Schweizermacher reloaded

Eine SRF-Dok-Serie zeigt, wie peinlich unsere Einbürgerungsverfahren sein können. Das geht so nicht. Machen wir also ein Experiment: Was, wenn wir alle antreten müssten?

Um in den Besitz eines Schweizer Passes zu kommen, muss man einiges auf sich nehmen, wenn man ihn nicht von Geburt an besitzt. Ist das gerecht?
Um in den Besitz eines Schweizer Passes zu kommen, muss man einiges auf sich nehmen, wenn man ihn nicht von Geburt an besitzt. Ist das gerecht?
Foto: Anthony Anex (Keystone)

«Gib Pass» hiess es letzte Woche bei SRF. In verschiedenen Radio und TV-Beiträgen erzählten Menschen, die in der Schweiz wohnen, wie sie zu ihrem roten Pass kamen, wieso sie ihn wollten oder eben nicht. Als ich die Dok-Serie «Schweizer machen» über vier der über 2000 Einbürgerungsverfahren in unserem Land schaute, hatte ich danach das starke Bedürfnis, mich zu alkoholisieren, um zu verdrängen, was ich gesehen hatte.

Ein neues Level an peinlichen Fragen und erniedrigenden, überheblichen Kommentaren (nicht von jenen, die eingebürgert werden möchten). Wobei, das Level war nicht neu, man bekam es einfach zum ersten Mal in Bild und Ton zu bester Sendezeit serviert. Wenn Personen, die in der Schweiz geboren sind, das Gefühl haben, sie müssten erst beweisen, dass sie sich den Schweizer Pass verdient haben, dann stimmt irgendetwas mit dem System nicht.

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