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Die Überflieger

Sie starteten weit hinten auf der Wahlliste und arbeiteten sich auf die Spitzenplätze vor. Dennoch wurden am Sonntag nicht alle dieser Überflieger gewählt.

Sie starteten weit hinten auf der Wahlliste und arbeiteten sich auf die Spitzenplätze vor. Dennoch wurden am Sonntag nicht alle dieser Überflieger gewählt.

Die St. Gallerin Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP) ist die Gewählte, die sich auf der Wahlliste am weitesten nach vorne arbeiten konnte. Ihre Partei setzte sie auf Platz 11, am Sonntag fand sie sich auf dem zweiten Platz wieder. Sie war Nationalrätin.

Wenn jemand so viele Plätze auf der Liste gutmacht, kann das verschiedene Gründe haben: Entweder hat die Partei das Potenzial eines Kandidaten völlig unterschätzt oder sie hatte einen anderen Plan und wollte zum Beispiel Jungpolitiker fördern. Oder aber sie führte wie bei Vincenz-Stauffacher die Kandidierenden alphabetisch auf.

Nachdem Vincenz-Stauffacher im Mai erfolglos für die Nachfolge von Bundesrätin KarinKeller-Sutter im Ständerat kandidiert hatte, zieht sie nun doch noch ins Bundeshaus ein. Einfach in eine andere Kammer.

Ebenfalls von Platz 11 auf Platz 2 schaffte es Benjamin Giezendanner (SVP). Er ist der Sohn von SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner, der nach 28 Jahren nicht wieder zur Wahl antrat. Der prominente Name wird ihm im Aargau geholfen haben. Er kann aber, obwohl erst 37 Jahre alt, auch auf eine lange Politkarriere zurückblicken – er wurde bereits mit 18 insKantonsparlament gewählt.

Weit nach vorne gearbeitet haben sich zudem der Luzerner Albert Vitali (FDP), der ebenfalls wegen seines Initials auf den letzten Listenplatz, auf Platz 9, gesetzt und mit dem besten Ergebnis auf seiner Liste wiedergewählt wurde;Gewerkschaftspräsident Pierre-Yves Maillard (SP), der von Platz 8 auf Platz 1 vorstiess und neu in den Nationalrat einzieht; Vincent Maitre, Genfer CVP-Präsident und Sohn des früheren Nationalratspräsidenten Jean-Philippe Maitre; die Tessiner Grüne Greta Gysin, die den Sitz von Lega-Nationalrätin Roberta Pantani holte. Maitre und Gysin rückten von Platz 6 auf Platz 1 vor.

Am meisten Plätze machten aber die Zürcher Rahel Zingg und Moritz Luginbühl gut: Sie starteten beide weit hinten auf Platz 33 und überholten 31 Mitkandidierende. Dennoch wurden sienicht gewählt – sie hatten nicht auf den aussichtsreichsten Listen kandidiert: Luginbühl trat für die Satirepartei «Die Guten» an, Zingg für die Jungen Grünliberalen. Vielleicht hört man in vier Jahren wieder von ihnen.

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