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Wo Marc Rich fast dem FBI in die Hände fiel

Der mächtige Rohstoffhändler Marc Rich musste sich in den 80er-Jahren vor der US-Justiz verstecken. Seine Zuger Firmenzentrale, das legendäre Dallas-Haus, wird bald abgerissen.

Rohstoffhändler, Justizflüchtling und Wohltäter: Marc Rich, «King of Oil» und einer der «Metal Men», 1998 im Casino Zug, wo er den von ihm gestifteten Doron-Preis vergab. (30. November 1998)
Rohstoffhändler, Justizflüchtling und Wohltäter: Marc Rich, «King of Oil» und einer der «Metal Men», 1998 im Casino Zug, wo er den von ihm gestifteten Doron-Preis vergab. (30. November 1998)
Guido Roeoesli, Keystone
Seine Marc Rich + Co. AG residierte in einem Glashaus, das 1983 von der Zuger Bevölkerung den Übernamen Dallas-Haus erhielt, in Anlehnung an die US-Kultserie «Dallas». Im Januar 1992 demonstrierten eine Delegation amerikanischer Stahlarbeiter und Schweizer Gewerkschafter gegen die Schliessung des Aluminiumwerks Ravenswood, USA.
Seine Marc Rich + Co. AG residierte in einem Glashaus, das 1983 von der Zuger Bevölkerung den Übernamen Dallas-Haus erhielt, in Anlehnung an die US-Kultserie «Dallas». Im Januar 1992 demonstrierten eine Delegation amerikanischer Stahlarbeiter und Schweizer Gewerkschafter gegen die Schliessung des Aluminiumwerks Ravenswood, USA.
Keystone
Marc Rich mit seiner damaligen Frau Denise 1986 an einem gesellschaftlichen Anlass.
Marc Rich mit seiner damaligen Frau Denise 1986 an einem gesellschaftlichen Anlass.
Keystone
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Es war das Jahr 1983, als die US-Fernsehserie «Dallas» weltweit über die Bildschirme flimmerte und auch hierzulande die Strassen leer fegte. Die glitzernde Skyline der texanischen Ölmetropole und der intrigante Familienclan Ewing standen damals für Kapitalismus und Glamour. Zu dieser Zeit war Zug zwar bereits ein reicher, aber noch verschlafener Ort in der Zentralschweiz. An der Baarerstrasse 37, gleich gegenüber dem Bahnhof, stand ein Geschäftshaus kurz vor seiner Vollendung. Die Bevölkerung wusste zwar, dass hier ein gläsernes Gebäude gebaut wurde, aber mangels moderner Architekturvisualisierung‎ konnte sich niemand sein Aussehen richtig vorstellen. Die blau schimmernde Glasfassade war innert Kürze auf das Stahlgerüst montiert. Und plötzlich stand im Kaff ein futuristisches Haus. «Die Leute reagierten fast schockartig», erinnerte sich der Architekt Chris Derungs in der «Neuen Zuger Zeitung».

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