Zum Hauptinhalt springen

Wo die Schweiz Boden verliert

Im Tessin und im Wallis verschwinden Wiesen und Äcker landesweit am schnellsten, wie eine Auswertung zeigt. Verantwortlich dafür ist die Bodenverschwendung – und die Natur selber.

Zersiedelung: Die Magadino-Ebene (hier bei Giubiasco) gilt als Inbegriff des raumplanerischen Sündenfalls.
Zersiedelung: Die Magadino-Ebene (hier bei Giubiasco) gilt als Inbegriff des raumplanerischen Sündenfalls.
Gaëtan Bally, Keystone

Die Angst vor verschandelten Landschaften gilt als einer der Gründe, weshalb die Schweizer die Einwanderung begrenzen wollen. Mag das Rezept stimmen oder nicht: Dass die Sorge um den Boden berechtigt ist, zeigen die Zahlen zum Kulturlandschwund seit den frühen 80er-Jahren.

Der «Tages-Anzeiger» hat, gestützt auf Angaben des Bundesamts für Statistik, den Rückgang der heimischen Wiesen und Äcker auf die 26 Kantone aufgeschlüsselt. Die Auswertung ergibt vor allem für die Südschweiz einen beunruhigenden Befund. Der Kanton Tessin hat demnach über 36'000 Hektaren Kulturland verloren – eine Fläche, die etwa 52'000 mittelgrossen Fussballfeldern oder 16,1 Prozent des Ursprungsbestandes entspricht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.