Zum Hauptinhalt springen

Wie viel Geld ein Roma-Kind täglich erbettelt

Gemäss Fedpol-Direktor Jean-Luc Vez operieren Roma-Bettler in der Schweiz in immer organisierteren Strukturen. Und machen damit viel Geld.

«Eigentlich überrascht mich bei diesen Kriminellen nichts mehr»: Jean-Luc Vez, Direktor Bundesamt für Polizei (Fedpol).
«Eigentlich überrascht mich bei diesen Kriminellen nichts mehr»: Jean-Luc Vez, Direktor Bundesamt für Polizei (Fedpol).
Keystone
50 Angehörige der Roma-Minderheit wurden am Dienstag im Grenzgebiet um den Genfersee festgenommen.
50 Angehörige der Roma-Minderheit wurden am Dienstag im Grenzgebiet um den Genfersee festgenommen.
Tribune de Genève
1 / 2

Für Jean-Luc Vez vom Bundesamt für Polizei ist das Roma-Netzwerk, welches vom französischen Annemasse aus Bettler in die Schweiz schickte, kein Einzelfall (wir berichteten). Bei immer mehr Strukturen würden Frauen und Kinder ausgebeutet, indem sie zum Betteln auf die Strasse geschickt werden. Zu diesem Ergebnis kam der gestern präsentierte Jahresbericht des Bundesamts für Polizei zu Terrorismus, organisierter Kriminalität und Menschenhandel. «Auch Betteln kann eine Form der Zwangsarbeit darstellen. Die Kantone Genf, Waadt und Bern kennen das Problem der Roma-Bettler sehr gut – es ist ein fast unglaubliches Phänomen. Ein Kind oder eine Frau kann jeden Tag bis zu 600 Franken einbringen», weiss Vez.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.