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Wie die Polizei Gewalttäter entschärft, bevor sie zuschlagen

Besser verhindern statt bestrafen: Die Arbeit der Polizei verschiebt sich in Richtung Gewaltprävention. Im Kanton Zürich sind zehn Bedrohungsmanager täglich damit beschäftigt, gefährliche Personen und Situationen einzuschätzen und zu «entschärfen».

Wie entschärft die Polizei Gewalttäter, bevor sie zuschlagen?
Wie entschärft die Polizei Gewalttäter, bevor sie zuschlagen?
Getty Images
Der Doppelmord in Pfäffikon 2011 war der Auslöser für den Aufbau eines Bedrohungsmanagements im Kanton Zürich.
Der Doppelmord in Pfäffikon 2011 war der Auslöser für den Aufbau eines Bedrohungsmanagements im Kanton Zürich.
Keystone
Legende«Bei der Verbrechensprävention ist eine gute Vertrauensbasis mit der gefährlichen Person unser Kapital.» Reinhard Brunner, Chef der Präventionsabteilung, Kapo Zürich.
Legende«Bei der Verbrechensprävention ist eine gute Vertrauensbasis mit der gefährlichen Person unser Kapital.» Reinhard Brunner, Chef der Präventionsabteilung, Kapo Zürich.
zvg
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Wenn Hans Schmid an der Türe klingelt, hat er einen klaren Auftrag: Er soll ein Gewaltverbrechen verhindern. Einen Haftbefehl hat er allerdings nicht, meistens jedenfalls nicht.

Der Polizist bringt etwas anderes mit: Zeit und Aufmerksamkeit. Er redet mit dem potenziellen Täter, signalisiert Interesse an seiner problematischen Situation, gibt ihm durch seine Präsenz aber auch klar zu verstehen: Die Polizei hat dich auf dem Radar! Schmid ist Dienstchef des Gewaltschutzes der Kantonspolizei (Kapo) Zürich und damit der oberste kantonale Bedrohungsmanager. Sein Dienst, in dem mittlerweile zehn Bedrohungsmanager mit je einem 100-Prozent-Pensum arbeiten, wurde Anfang 2012 ins Leben gerufen.

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