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Widmer-Schlumpfs Abrechnung mit der SVP

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf rechnet ab: Sie sei nicht der Grund für die Spaltung der SVP gewesen, sondern nur der vordergründige Anlass.

Gewisse Exponenten der SVP hätten damals signalisiert, dass man sich ohnehin von den liberalen Kräften der Partei trennen wollte, sagte die Justizministerin in einem Interview mit dem «Sonntags-Blick». Sie selber habe über Monate hinweg das Gespräch mit der Parteileitung gesucht. Zugestanden worden sei ihr lediglich eine Stunde mit dem neuen Parteipräsidenten Toni Brunner.

Der hatte seine Meinung schon gemacht gehabt: «Es war kein Gespräch mehr, bei dem man aufeinander zugegangen wäre und Lösungen gesucht hätte», sagte Widmer-Schlumpf. Ohnehin sei Brunner bei ihrer Wahl im Dezember nicht besonders involviert gewesen. «Er kannte alles nur vom Hörensagen.»

Kritik an Ogi und Brändli

Schlecht weg kommt auch alt Bundesrat Adolf Ogi: «Er hätte sich in dieser Zeit melden können, um positiv einzuwirken», sagte Widmer-Schlumpf. «Völlig daneben» findet sie auch die Kritik von Ständeratspräsident Christoffel Brändli (GR) an der Parteileitung der Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP). Brändli wisse genau, was diese geleistet habe.

In die Zukunft blickt die Justizministerin entspannt. Die BDP Schweiz werde im September oder Oktober gegründet. «Wir haben durchaus gute Chancen», sagte sie. Wie es genau aussehe, werde man aber erst nach den nationalen Wahlen in drei Jahren wissen.

Sie selber sorgt sich nicht um ihre Wiederwahl, «die Frage stellt sich für mich nicht». Sie wolle einfach einen guten Job machen.

SDA/grü

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