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«Wenn die Väter dies tatsächlich wollten, wäre es längst Realität»

Bis 2020 sollen 20 Prozent der Männer Teilzeit arbeiten. Das fordert eine vom Bund finanzierte Kampagne. Avenir Suisse stellt nun infrage, ob die Mehrheit der Männer das überhaupt will. Diskutieren Sie mit.

Teilzeitarbeit – viele möchten, nur wenige tun es: Ein Vater hält sein Baby in den Armen.
Teilzeitarbeit – viele möchten, nur wenige tun es: Ein Vater hält sein Baby in den Armen.
Keystone
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Jeder fünfte Mann soll bis 2020 Teilzeit arbeiten: Das ist das Ziel des Projekts «Der Teilzeitmann». Mit einer Wanderkampagne bei den Arbeitgebern, Workshops und Podiumsdiskussionen will die vom Bund finanzierte Initiative Männer in der Deutschschweiz für eine Pensumsreduktion sensibilisieren.

Der Träger des Projekts, der Dachverband der Männer- und Väterorganisationen (Männer.ch), spricht von einem Erfolg: Im Rahmen der Kampagne sei ein Dialog mit zahlreichen Unternehmen und deren Angestellten entstanden. Doch nun äussert Patrik Schellenbauer, Projektleiter beim Thinktank Avenir Suisse, Vorbehalte gegenüber dem Vorhaben. Zum einen könne die Förderung von Teilzeitarbeit gesamtwirtschaftlich zum Problem werden. Zum anderen bestünden Zweifel, ob die Mehrheit der Männer dies überhaupt wolle. Daher sei das Ziel, den Anteil der Teilzeitmänner innerhalb von lediglich sechs Jahren auf 20 Prozent zu erhöhen, unrealistisch, schreibt er in zwei Blogposts.

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