Zum Hauptinhalt springen

Viel Skepsis in Sachen Organspende

Nur bei einem Drittel der möglichen Organspenden nach einem Hirntod kommt es tatsächlich zur Organentnahme. Die Stiftung für Organspende fordert mehr Ressourcen in Spitälern, geschultes Personal und etablierte Standards.

Auf der Spendekarte kann man festhalten, welche Organe man im Todesfall spenden will oder dass man seine Organe nicht zur Verfügung stellt.
Auf der Spendekarte kann man festhalten, welche Organe man im Todesfall spenden will oder dass man seine Organe nicht zur Verfügung stellt.
Keystone

Auf Notfall- und Intensivstationen sind in der Schweiz innerhalb eines Jahres rund 290 Menschen gestorben, die als Organspender infrage gekommen wären. Effektiv wurden aber nur bei 98 Verstorbenen Organe entnommen. Das zeigt eine Studie, welche im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und der Transplantationszentren verfasst und gestern von der Stiftung für Organspende Swisstransplant vorgestellt wurde. Dass es nur bei einem Drittel der infrage kommenden Fälle nach Hirntod zu einer Organspende kommt, beschäftigt Swisstransplant deshalb, weil die Liste der Menschen, die auf ein Organ warten, immer länger wird. Gemäss den Angaben der Stiftung sterben in der Schweiz jährlich rund 100 Menschen an den Folgen der Organknappheit.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.