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Verhaftungswelle in Türkei treibt Kurden auf die Strasse

Die Festnahme von kurdischen Spitzenpolitikern in der Türkei hat in Schweizer Städten zu spontanen Kundgebungen geführt.

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Unzufrieden: Kurden-Demonstration gegen den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Zürich. (5. November 2016)
Unzufrieden: Kurden-Demonstration gegen den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Zürich. (5. November 2016)
Walter Bieri, Keystone
Weit über 1000 Kurden und Sympathisanten haben beim Zürcher Helvetiaplatz an der Kundgebung teilgenommen.
Weit über 1000 Kurden und Sympathisanten haben beim Zürcher Helvetiaplatz an der Kundgebung teilgenommen.
Walter Bieri, Keystone
Der türkische Präsident auf der «Anklagebank» – eines der viele Plakate bei der samstäglichen Demo.
Der türkische Präsident auf der «Anklagebank» – eines der viele Plakate bei der samstäglichen Demo.
Walter Bieri, Keystone
Demonstranten vergleichen die momentanen politischen Verhältnissen in der Türkei mit den Praktiken des Islamischen Staates.
Demonstranten vergleichen die momentanen politischen Verhältnissen in der Türkei mit den Praktiken des Islamischen Staates.
Walter Bieri, Keystone
Schon am Freitag gingen zahlreiche Demonstranten mit Flaggen des Kurdenfuehrers Abdullah Öcalan in Zürich auf die Strasse. (4.November 2016)
Schon am Freitag gingen zahlreiche Demonstranten mit Flaggen des Kurdenfuehrers Abdullah Öcalan in Zürich auf die Strasse. (4.November 2016)
Siggi Bucher, Keystone
Kundgebungen gibt es auch in anderen Schweizer Städten.
Kundgebungen gibt es auch in anderen Schweizer Städten.
Siggi Bucher, Keystone
Die Kommunistin Andrea Stauffacher ergreift in Zürich das Wort.
Die Kommunistin Andrea Stauffacher ergreift in Zürich das Wort.
Siggi Bucher, Keystone
Polizisten bewachen das Türkische Konsulat in Zürich.
Polizisten bewachen das Türkische Konsulat in Zürich.
Siggi Bucher, Keystone
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Schätzungsweise 400 Kurden zogen am Freitagnachmittag von der Berner Innenstadt zur türkischen Botschaft im Kirchenfeldquartier, um gegen die Verhaftungen von Politikern zu protestieren. Die Demonstranten riefen Parolen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und schwenkten Fahnen mit dem Schriftzug der prokurdischen Oppositionspartei HDK. Das ist die Partei, deren Führer in der Nacht auf Freitag in der Türkei verhaftet wurden.

Auch Fahnen mit dem Bild von Kurdenführer Abdullah Öcalan waren zu sehen und dazu etwa Transparente mit Aufschriften wie «Hände weg von Kurdischen Politikern». Die Polizei begleitete den Kundgebungszug und regelte den Verkehr. Es kam zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Gemäss der SRF-Nachrichtensendung «Tagesschau» kam es auch in Zürich und Basel zu Kundgebungen.

Gemäss Polizei eine unbewilligte Kundgebung

Im Berner Kirchenfeldquartier hinderte ein Gitter quer über den Lombachweg die Demonstranten daran, bis zur türkischen Botschaft vorzudringen. Organisiert worden war die Kundgebung laut einem der Teilnehmer von der Kurdischen Inititative Bern. Das sagte er vor Ort. Laut der Stadtberner Orts- und Gewerbepolizei war sie unbewilligt.

Der kurdische Mitorganisator machte geltend, es handle sich um eine Spontankundgebung, für die eine mündliche Bewilligung eingeholt worden sei.

Auf dem Bahnhofplatz und in der Nähe der türkischen Botschaft nahm die Polizei zwei Personenkontrollen vor, wie Polizeisprecher Rolf Wobmann auf Anfrage sagte. Zu weiteren Interventionen sei es nicht gekommen.

(SDA)

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