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Trinker sollen selber fürs Ausnüchtern bezahlen

Mit einem nächtlichen Alkoholverkaufsverbot will der Ständerat Junge vom Trinken abhalten. Der Gewerbeverband bringt nun eine neue Idee ins Spiel: Wer sich ins Koma trinkt, soll die Folgekosten tragen müssen.

Sollen vom Trinken abgehalten werden: Jugendliche feiern am Ufer des Zürichsees. (Archivbild)
Sollen vom Trinken abgehalten werden: Jugendliche feiern am Ufer des Zürichsees. (Archivbild)
Keystone

Im März beschloss der Ständerat ein Verkaufsverbot für Alkohol zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr morgens. Zudem verlangt er gesetzliche Mindestpreise für alkoholhaltige Getränke. Damit sollen vor allem Jugendliche vom Kampftrinken abgehalten werden.

Der Gewerbeverband hält vom Vorschlag des Ständerats nicht viel: Er will laut einem Bericht des «SonntagsBlick», dass nicht die Allgemeinheit, sondern die Verursacher die Kosten von übermässigem Alkoholkonsum tragen. Wer durch massloses Trinken Kosten verursache, solle diese selber begleichen, fordert auch Rudolf Horber gegenüber der Zeitung. Er ist Geschäftsführer der Präventionsallianz AWMP.

Im Alkoholhandelsgesetz festschreiben

Die Haftungspflicht wollen Horber und der Gewerbeverband laut dem Bericht im Alkoholhandelsgesetz festschreiben. Die Chancen, dass die Gewerbler mit ihrem Vorschlag durchdringen, stehen gut. Chris­tophe Darbellay, Präsident der vorberatenden Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), signalisiert bereits Zustimmung: «Ich habe Verständnis. Dann würden Eltern ihre Verantwortung stärker wahrnehmen.» Gleichzeitig will der CVP-Präsident das Nachtverkaufsverbot des Stöckli bekämpfen. «Man soll in diesem Land doch ein bisschen auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen.» Der Beschluss des Ständerats müsse «liberalisiert» werden.

Demnächst kommt das Geschäft in den Nationalrat. Am 13. und 14. Mai debattiert die WAK der grossen Kammer über das Verkaufsverbot und den Mindestpreis für alkoholhaltige Getränke.

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