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Suva-Versicherte sparen rund 50 Millionen

Die Suva senkt auf 2011 die Prämien in der Berufsunfallversicherung um durchschnittlich drei Prozent – unter anderem, weil die Kapitalanlagen wieder Gewinn brachten.

Tifere Prämien: Suva-Versicherter auf einer Baustelle.
Tifere Prämien: Suva-Versicherter auf einer Baustelle.
Suva

Weil weniger Arbeiter verunfallten und die Kapitalanlagen wieder einen Gewinn brachten, kann die Suva 2011 die Prämien der Berufsunfallversicherung senken, und zwar im Schnitt um 3 Prozent. Bei der Versicherung für Freizeitunfälle bleiben die Prämien stabil.

Es sei das vierte Mal in Folge, dass die Prämien der Betriebsunfallversicherung sänken, sagte der Vorsitzende der Suva-Geschäftsleitung, Ulrich Fricker, am Freitag in Luzern. Die Prämien seien damit 16 Prozent tiefer als vor vier Jahren.

Wie sich die Prämien auf 2011 für den einzelnen Versicherten verändern, hängt von der Branche ab. Fricker geht davon aus, dass etwa 70 Prozent der Betriebe in den Genuss einer Senkung kommen. Für 20 bis 25 Prozent bleiben die Prämien stabil, der Rest muss sich mit einer Erhöhung abfinden.

Ungleiche Entwicklungen

In der Nichtberufsunfallversicherung kann die Suva das Prämienniveau halten. Eine Senkung liegt nicht drin, weil die Zahl der Freizeitunfälle in den letzten Jahren weniger sank als die der Berufsunfälle. 2009 gab es 0,9 Prozent mehr Freizeit-, aber (auch konjunkturbedingt) 4,3 Prozent weniger Berufsunfälle.

Auch die Zahl der neuen, berufsbedingten Invalidenfälle nahm im letzten Jahr ab, und zwar von 2210 auf 2050. 2003 musste die Suva noch 3350 neue Renten gewähren.

Bei diesem mittelfristigen Rückgang war die gute Konjunktur wichtig, denn die Verunfallten lassen sich dann leichter in die Arbeitswelt integrieren. Grosse Auswirkungen hat gemäss Suva ferner das Case Management (enge Betreuung von komplexen Fällen). Die strengere Gerichtspraxis dürfte eine präventive Wirkung haben.

Nach Verlust wieder Gewinn

Die positiven Entwicklungen an der Versicherungsfront, vor allem aber die Erholung auf den Kapitalmärkten, führten dazu, dass die Suva nach einem Verlust von 2008 von 149,4 Millionen Fr. im letzten Jahr wieder einen Gewinn von 188,2 Millionen Fr. ausweist.

Das Loch in die Kasse hatten 2008 die Kapitalanlagen mit einer Performance von -12,2 Prozent gerissen. 2009 betrug die Performance dagegen 12,6 Prozent. Der finanzielle Deckungsgrad stieg von 107,8 auf 117,6 Prozent.

Doch nicht nur die Zinsrechnung mit ihrem Erfolg von rund 56 Millionen Franken, sondern auch die beiden anderen Betriebsrechnungen (Risikorechnung 123 Millionen Fr. und Verwaltungskostenrechnung 10 Millionen Fr.) trugen zum Gewinn bei.

Für die Suva-Spitze sind solche Zahlen der Beweis, dass das «System Suva» funktioniert. Verwaltungsratspräsdent Franz Steinegger zeigte sich deshalb ungehalten über «Deregulierungsextremisten». Besonders auf Kritik stösst bei der Suva die Richtung, die bei der laufenden Revision des Unfallversicherungsgesetzes eingeschlagen wurde.

SDA

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