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Spendenbereitschaft ist gering

Die Katastrophe in Pakistan ist immens, die Summe, die Schweizerinnen und Schweizer bisher gespendet haben, noch klein. Dabei ist das Glückskette-Konto bereits seit zehn Tagen offen.

Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Keystone
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
Keystone
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Keystone
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Für die Flutopfer in Pakistan hat die Glückskette bislang rund 800'000 Franken gesammelt. Das Spendenkonto der Glückskette wurde bereits vor 10 Tagen eröffnet. Glückskette-Sprecherin Priska Spörri betonte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass nach einem zweiten Appell vor zwei Tagen die Spenden stark zugenommen hätten. «Nun sammeln wir täglich 200'000 Franken, Tendenz steigend.»

Die Gründe, weshalb die Gelder zunächst spärlich flossen, sind gemäss Spörri vielfältig. Der Hauptgrund liege in der fehlenden emotionalen Bindung der Menschen zu Pakistan. Zudem werde das Land vor allem mit schlechten Nachrichten verbunden - Anschläge, Terrorismus, radikalislamische Taliban.

Unklarheit über Katastrophe

Weiter werde das Ausmass der Katastrophe den meisten Schweizern erst langsam bewusst. Beim Erdbeben in Haiti im Januar und dem Tsunami in Asien Ende 2004 sei den Menschen sehr rasch klar gewesen, dass es sich um grosse Katastrophen handelte.

Ob die Glückskette für Pakistan einen nationalen Sammeltag durchführt, ist noch nicht entschieden. Viele Hilfswerke, die nach dem grossen Erdbeben in der Kaschmir-Region 2005 mit über 80'000 Toten in Pakistan im Einsatz waren, haben sich wegen der Sicherheitslage im Land zurückgezogen.

Netzwerk erfolgreich reaktiviert

«Deshalb müssen unsere Partner erst wieder ihre lokalen Netzwerke aktivieren. Nur wenn wir vor Ort sicherstellen können, dass die Hilfe ankommt, werden wir einen Sammeltag durchführen», sagte Spörri. Die Gespräche seien am Laufen. «Es sieht gut aus».

Mindestens einer der Glückskette-Partner, HEKS, hat sein lokales Netzwerk offenbar erfolgreich reaktiviert. Das evangelische Hilfswerk wird nach eigenen Angaben zunächst im Bezirk Malakand im Süden des Swat-Tals Nahrungsmittel, Kochutensilien und Hygieneartikel an 3300 Familien - rund 25'000 Menschen - verteilen. HEKS stellt dafür eine halbe Million Franken bereit.

SDA/sam

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